600 Besucher auf Entdeckungstour

von Redaktion

Internationaler Museumstag in sieben Wasserburger Kultureinrichtungen

Wasserburg – 600 Besucher unternahmen am Internationalen Museumstag historische, kulturelle und künstlerische Entdeckungstouren in sieben Wasserburger Kultureinrichtungen. Neben eigenen Streifzügen durch die Sammlungen konnte man an Führungen und Vorträgen, aber auch an Workshops teilnehmen.

Besonders jüngere Besucher freuten sich auf das Erleben der vielen Fahrzeuge wie Walzen, Schneepflüge oder Streugeräte im Wegmachermuseum am Herder – denn hier sind Selbsterkunden und Einsteigen erlaubt.

Familien waren begeistert vom Programm im Museum Wasserburg. Hier erfuhr man bei Führungen vom reisenden Elefanten auf dem Inn, von echten Schatzkisten und feinen Schatullen. Bei Workshops folgte man den Routen der Salzfahrer und Innschiffer oder bastelte seine eigene Schatztruhe mit viel Glitzer. Interessierte erfuhren bei Vorträgen mehr über die Entwicklung der Tunnelgewölbe in den Wasserburger Bierkellern und die 140-jährige Geschichte der Psychiatrie in Gabersee im dortigen Museum.

In der Sammlung „Wasserburg aus fünf Jahrhunderten“ im ehemaligen Heilig-Geist-Spital bewunderten die Teilnehmer bei einer Führung die Räumlichkeiten mit den Kunst- und Kulturobjekten. Die Galerie des Arbeitskreis 68 faszinierte hingegen mit einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst des aus Rosenheim stammenden Thomas Helbig.

Zum ersten Mal beim Museumstag dabei war das kleine Puppenmuseum. Die Inhaberin erzählte den staunenden Besuchern ganz exklusiv von ihrer Sammlung. Die Leidenschaft für historisches Spielzeug lässt sich in jedem Detail der präsentierten Objekte erkennen. Ein Blick in die Puppenstuben verrät nicht nur den damals vorherrschenden Geschmack bei Mode oder Einrichtung, sondern auch die verwendeten Gebrauchsgegenstände wie Tischkehrer, Lichtschirm, Waage und Onduliereisen oder den jeweiligen Stand der Technik. So findet sich in der einen Stube noch die Petroleumlampe und in der anderen bereits die Glühbirne. Dabei ist alles funktionsbereit – über den Personenaufzug, den echten Gasherd bis hin zur zwitschernden Nachtigall im Vogelkäfig. Komplettiert wird die Sammlung durch weitere außergewöhnliche Stücke wie einem „Candy Container“, der sich als niedlicher Hund tarnt, einem Spielzeugköfferchen to go, einem sogenannten „Trousseau“, oder einem gotischen Flügelaltar in Kleinformat, mit dem sich Jungen auf ihre spätere Priesterlaufbahn vorbereiten konnten.

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