Tradition und Moderne reichen sich die Hand

von Redaktion

Pfingstmarkt am Montag in Haag – Geschäfte von 12.30 bis 17 Uhr geöffnet

Haag – Mit dem Pfingstmarkt am kommenden Montag sind die Haager wieder zum größten Markt im Jahreskreis geladen. Tradition und Moderne reichen sich die Hand, wenn sich die Besucher aus dem Zentrum und von weitum an den Ständen der Fieranten und in den Geschäften der Gewerbetreibenden einstellen.

„Haag aktiv“ mit seinem Vorsitzenden Christian Flamm ist auf den Ansturm vorbereitet. Am Pfingstmontag, 25. Mai, bieten ab Vormittag die Fieranten ihre Waren an.

Gastronomie ist
breit aufgestellt

Die Geschäfte sind von 12.30 bis 17 Uhr geöffnet. Die Fahrrad- und E-Bike-Neuheiten 2026 mit innovativer Technik und aktuellen Trends rund ums Radfahren hält Bernhard Gruber im Bike-Service bereit. Italienische Trends sind im Modehaus Eberl eingezogen, so Michael Goetzke. Einen Akzent auf Wander-, Lauf- und Fußballschuhen für unterschiedliche Ansprüche und Einsatzbereiche setzt Martin Sax von Schuh + Sport Georg Sax. „Heiße Tage und heiße Preise“ meldet Birgit Reithmayr vom Textilhaus Reithmayr im Rahmen des Pfingstangebots.

Breit aufgestellt ist die Haager Gastronomie für ihre Besucher. Simon Felber bereitet im „Unertl-Bräustüberl“ Spanferkel-Rollbraten und Halloumi-Spargel-Burger für die Gäste als spezielle Leckerbissen vor. Im Hofcafé werden bayerische Schmankerl mit Bier und weiteren Erfrischungsgetränken serviert. Einen asiatischen Farbtupfer auf Haags Gastronomie setzt das Saizu. Zu Kaffee und Kuchen lädt das „Czappuccino“ an der Hauptstraße. „Haag aktiv“-Chef Christian Flamm ist stolz auf das breite Angebot der Haager Geschäftswelt: „Groß und Klein, die ganze Familie, Besucher aus Haag und weitum genießen zum Pfingstmarkt einen erlebnisreichen Tag.“ Der „Pfingstmarkt“ taucht nach Historiker Rudolf Münch unter diesem Namen zuerst im 19. Jahrhundert zusammen mit dem Weihnachtsmarkt auf. Vorher dürfte es ihn aber schon als Quatembermarkt gegeben haben. Diese Vierteljahresmärkte reichen auf die Verleihung des Marktrechts 1324 zurück. Sie galten als „gefreit“, da im freien Handel alles, auch in die Grafschaft importierte Waren, gekauft werden durfte. Schon vorher hatte Haag die „nicht gefreiten Märkte“ mit Warenverkauf aus der Grafschaft, also Getreide, Vieh- und Handwerkerprodukte – heute kommen die Händler wieder von auswärts.

Insgesamt kam man mit den wöchentlichen Viktualienmärkten auf 64 Märkte im Jahr. Dabei galten die Haager als eigen, allein schon wegen ihrer eigenen Maße. Das Haager Schäffel wog 266 Liter, ein bayerisches dagegen 216. Die Märkte waren bis in die Neuzeit am „Berg bei den Fleischbänken“, der heute Marktberg heißt.

Ausdehnung in den
vergangenen Jahrzehnten

Eine Ausdehnung erfuhren die Märkte gerade in den vergangenen Jahrzehnten, wo nicht nur der Marktberg, sondern auch die Flächen um Löwenbrunnen und Friedenseiche von den Fieranten belegt sind. Aktuell können die Besucher hinter den Ständen am Marktplatz die gerade im Bau befindliche Neugestaltung des Außenbereichs des Zehentstadels bewundern.

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