Unterreit – Nachdem die Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Unterreit zunächst nach einer Hängepartie ausgesehen hatte, fand sich mit Leonhard Moosmeier doch noch ein Kandidat. Die Mehrheit der Wähler sah ihn offenkundig als geeignet an, denn er wurde bereits im ersten Wahlgang mit klarer Mehrheit gewählt.
In seiner kurzen Antrittsrede bei der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderats begrüßte Moosmeier nicht nur alle neuen und wiedergewählten Gemeinderäte sowie die anwesenden Gäste, sondern bedankte sich herzlich für das Vertrauen, das ihm so viele Gemeindebürger geschenkt hatten: „Des is für mi a große Ehre – aber aa a große Verantwortung!“
Acht neue
Räte vereidigt
Er freue sich auf eine sachliche und gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. Auch wenn man nicht immer einer Meinung sein werde, so solle man doch respektvoll miteinander umgehen und gemeinsam immer das Beste für die Gemeinde im Auge haben. „Unterreit lebt vom Miteinander!“, betonte Moosmeier, da viele bereit seien, sich zu engagieren und mit anzupacken. „Mir persönlich is wichtig, dass ma a offenes Ohr für de Leit hod. Dass ma zuhört, Probleme ernst nimmt und Entscheidungen nachvollziehbar trifft.“ In diesem Sinne freue er sich auf die kommende konstruktive Zusammenarbeit.
Zunächst musste Moosmeier jedoch offiziell das Amt übernehmen und vereidigt werden. Dies geschah den einschlägigen Bestimmungen folgend durch das älteste Gemeinderatsmitglied Martin Vorderwestner. Anschließend übernahm Moosmeier seine neue Rolle und vereidigte seinerseits acht neue Gemeinderatsmitglieder. Somit sind zwei Drittel des Gremiums neu besetzt. Zwei Frauen, Lea Karl und Claudia Eicher, wurden neu in den Rat gewählt. Mit 26 beziehungsweise 28 Jahren sind sie bemerkenswert junge Lokalpolitikerinnen, was die starke Artikulation des Wählerwillens im Bayerischen Kommunalwahlrecht zeigt. Neu im Gemeinderat sind zudem Robert Fischberger-Grünauer, Thomas Gandl, Johannes Gottbrecht, Georg Huber, Simon Koblbauer und Martin Vorderwestner.
Nachdem man sich darauf geeinigt hatte, zwei weitere Bürgermeister als Stellvertreter einzusetzen, wurden Alfons Bruckmaier zum Zweiten und Andreas Hauner zum Dritten Bürgermeister der Gemeinde Unterreit gewählt. Bruckmaier hatte dieses Amt schon in der vergangenen Sitzungsperiode inne, daher musste nur Hauner nach seiner Wahl noch vereidigt werden. Für den Fall gleichzeitiger Verhinderung des Ersten Bürgermeisters und der weiteren Bürgermeister bestimmte der Gemeinderat noch Monika Linner als weitere Stellvertretung.
Ausschüsse gebildet und
Aufgaben verteilt
Für die neue Amtsperiode wurde wieder die Bildung eines Rechnungsprüfungs- und eines Bau- und Umweltausschusses beschlossen. Die Besetzung erfolgte nach dem Stärkeverhältnis der im Gemeinderat vertretenen Parteien und Wählergruppen mit dem Berechnungsverfahren nach Sainte-Lague/Schepers. In den Rechnungsprüfungsausschuss wurden die Gemeinderäte Monika Linner (Vorsitzende), Martin Vorderwestner, Johannes Gottbrecht sowie Thomas Gandl berufen. Der Bau- und Umweltausschuss setzt sich aus dem Ersten Bürgermeister Leonhard Moosmeier und den Gemeinderäten Alfons Bruckmaier, Simon Koblbauer, Georg Huber sowie Lea Karl zusammen.
Anschließend beschäftigte sich das Gremium noch mit Satzungsfragen hinsichtlich des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts und beschloss zudem, die bisherige Geschäftsordnung bis zum Erlass einer neuen beizubehalten. Jeweils neben dem Bürgermeister werden in die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Gars noch die beiden weiteren Bürgermeister entsandt.
Referenten
und Beauftragte
Ebenso werden sie in die Schulverbandsversammlung entsandt. In die Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Taufkirchner-Gruppe werden Johannes Gottbrecht und Georg Huber entsandt. Es folgte die Bestellung von Referenten und Beauftragten: Jugend- und Familienreferenten sind Claudia Eicher und Michael Huber. Als Umweltbeauftragte wurde Claudia Eicher eingesetzt. Die Bestellung von Senioren-, Behinderten- und Sozialreferenten wurde vertagt. Die Gemeinde Unterreit wird der Verwaltungsgemeinschaft vorschlagen, Bürgermeister Leonhard Moosmeier und den Zweiten Bürgermeister Alfons Bruckmaier zu Eheschließungsstandesbeamten zu ernennen.