Zum 1.225-jährigen Bestehen soll es ein umfangreiches Heimatbuch geben

von Redaktion

Gemeinderat Rechtmehring lässt sich Stand der Vorbereitungen darlegen – Hackschnitzelheizung muss erneuert werden

Rechtmehring – Im Jahr 2028 wird Rechtmehring 1225 Jahre alt. Dazu wird es ein Heimatbuch geben. In dem engeren Redaktionsteam arbeiten die Rechtmehringer Barbara Dilg, Markus Bauer und Franz Manzinger mit. Unterstützt werden sie von Daniel Baumgartner vom Landratsamt. Barbara Dilg stellte vor allem das Farbkonzept des Heimatbuches und die verschiedenen weiteren Aktivitäten wie das Anfertigen möglicher Hofschilder vor. Markus Bauer informierte, dass das Verzeichnis der Höfe von 1912 genommen wurde für ein noch zu erstellendes Anschreiben an die Eigentümer. Bis jetzt sind etwa 40 Bestellungen eingegangen. Die drei Hauptfarben Blau, Rot und Gelb sind vom Rechtmehringer Wappen abgeleitet.

Weitere Zeitzeugen
gesucht

Der Gemeinderat diskutierte kurz darüber und fand es ansprechend und gut. Daniel Baumgartner war trotz seines Urlaubs angereist und erläuterte kurz seine Rolle und Aufgabe. Er ist hauptsächlich für die geschichtlichen Themen zuständig. Franz Manzinger berichtete von den zahlreichen Zeitzeugengesprächen, vor allem mit der älteren Generation, und machte zudem einen Aufruf: „Wer noch alte interessante Geschichten weiß oder von jemand weiß, der was weiß, soll sich gerne beim Redaktionsteam melden.“ Das Buch werde 280 plus X Seiten haben, so Barbara Dilg.

Der Bauentwurf zum Umbau der Einleitstellen 2 bis 5 des Regenwasserkanals und Regenrückhaltebeckens durch Alexander Reindl vom Ingenieurbüro Behringer wurde kurz vorgestellt. Es geht dabei um den Bau des Regenwasserrückhaltebeckens, das zwischen dem Baugebiet Königinstraße und dem Kneipp-Becken entstehen wird. Dazu ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich. Martin Haslberger fragte nach, ob es hier gesetzliche Vorgaben gebe. Dies wurde mit Einschränkung bejaht.

Am südlichen Gemeindegebiet in der Gemarkung Schleefeld werden zwei Forstwege hergerichtet. Die Arbeiten koordiniert der Revierförster. Die Maßnahme wird zu fast 90 Prozent vom Staat gefördert. Nicht berücksichtigt ist dabei der Grunderwerb.

Die gemeindeeigene Hackschnitzelheizung muss erneuert werden, was schon länger bekannt ist. Jetzt ist diese sozusagen komplett kaputt. Derzeit wird deswegen mit Öl geheizt. „Gut, dass dies nicht im Winter passiert ist“, meinten verständlicherweise einige Räte. Es wird auch geprüft, ob es eine Förderung gibt. Den Auftrag zur Erneuerung erhielt die Firma Grandl. Kosten wurden keine genannt.

Ein Bauantrag in Holzham zum Neubau als Ersatzbau eines Wohnhauses war vor vier Jahren gestellt worden. Die nun nötige Verlängerung war reine Formsache.

Eng wird es die nächsten Monate in Freimehring und Umgebung. Seit gestern wird die Nasenbachbrücke an der Kreisstraße MÜ43 durch den Landkreis Mühldorf neu gebaut. Die Kreisstraße ist deswegen bis 28. August gesperrt. „Eine Woche haben sie schon Verspätung“, war zu hören. Die Umleitung führt für beide Fahrtrichtungen über Albaching. Das Thema Straßensperrung sorgte auch in der Bürgerversammlung vor rund vier Wochen für Unmut, weil befürchtet wird, dass die Maßnahme mit der Sanierung der Kreisstraße MÜ32 durch Freimehring ebenfalls durch den Landkreis Mühldorf zeitlich zusammenfällt.

In diesem Zusammenhang wird in Freimehring auch der Gehweg an der Kreisstraße durch Freimehring saniert. Diese Kosten hat die Gemeinde zu tragen. Glasfaser-Leerrohre werden gleich mit verlegt, so Irmgard Daumoser auf Nachfrage.

Weiter wurde in der Bürgerversammlung bemerkt, dass die Verkehrsinsel an der Einfahrt der Bergstraße in die Kreisstraße MÜ32 sehr eng sei. Erforderlich ist die Verkehrsinsel, weil dies die extra geschaffene und gute Querungshilfe für die Bürger, vor allem Kinder aus Hart, ist. Ein Verschieben nach Osten ist kaum möglich, weil sonst die Einfahrt von Hart Richtung Albaching mit größeren Fahrzeugen wiederum deutlich erschwert wird. Es wird jetzt das Verkehrsschild in östliche Richtung versetzt, damit ist ein Überfahren der Verkehrsinsel leichter möglich.

Das Augenmerk der Diskussion verlagerte sich nun auf die südliche Straßenseite gegenüber der engen Einfahrtstelle. Hier könnte die Straße gegebenenfalls noch etwas erweitert werden. Etwas Grund gehört der Gemeinde noch. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass die Einfahrt von Hart in die Kreisstraße, soweit möglich, übersichtlich bleibe. Dies wird nun geprüft.

Die schon einige Male diskutierte Terminüberschneidung von Bürgerversammlung und Kesselfleischessen des Burschenvereins wurde nur noch kurz zur Kenntnis genommen. Es sei halt unglücklich gelaufen.

Angeregt wurde in der Bürgerversammlung zudem, dass der relativ neu geschaffene Geh- und Radweg zwischen Kreisverkehr und Grundschule hergerichtet wird, weil dieser aufgrund der vielen Steine beim Bergabfahren mit dem Rad schlecht zu befahren ist.

Teerung
vorgeschlagen

Walzen ginge wohl schlecht, so Irmgard Daumoser. Sie schlug auf Empfehlung vom Bauhofleiter hier eine Spritzdeckenteerung vor.

Hier waren einige Räte nicht begeistert und meinten, „hier müsse man schon noch mal reden“. Es wäre zudem komplett versiegelt, was für Natur und Wasserdurchlässigkeit ungünstig ist. Der Punkt blieb ohne Beschluss.

Diskussionsbedarf gab es zum Thema, ob es eine Bürgerviertelstunde als ersten Tagesordnungspunkt bei den Gemeinderatssitzungen geben soll. Hier hätten dann Gemeindebürger vorab die Gelegenheit, ihre Wünsche zu artikulieren. Alle Bedenken und alle Pro-Argumente waren für die Zuhörer nachvollziehbar. Mit 10:3 Stimmen war der Rat dafür, dies jetzt für ein Jahr auszuprobieren. fxm

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