Isen – Bei strahlendem Sonnenschein feierten Georgine und Anton Wimmer aus Isen ihre goldene Hochzeit. Einen Tag nach dem eigentlichen Jubiläum am 25. Mai hatten sich noch Bürgermeisterin, Landrat und Pfarrer zum Gratulieren angesagt. In dem kleine Weiler Voglwohl, inmitten grüner Natur, fanden sich beim Fototermin mit der Heimatzeitung auch die Kinder und ein Teil der Enkel ein.
Beim Tanzen
kennengelernt
Den Grundstein für die Familie legten Georgine, die aus dem Rechtmehringer Ortsteil Fislarn stammt, wenn man es genau nimmt, schon einige Jahre vor der Hochzeit. „Ursprünglich kennengelernt haben wir uns in Altdorf beim Tanzen“, erzählt die heute 72-jährige schmunzelnd. Nur war sie damals noch sehr jung und wollte eigentlich noch gar keinen festen Freund. Also hat sie ihrem Tanzpartner auch weder ihren Nachnamen noch ihre Adresse verraten. Anton, heute 77, hatte zwar großes Interesse, die junge Frau wiederzusehen, aber eben leider keine weiteren Daten. Dann nahm das Schicksal die Sache in die Hand und brachte die beiden durch einen Zufall zusammen. „Wir haben damals zuhause ein Silo gebaut und ich habe mit dem Traktor Silosteine aus Rechtmehring holen wollen“, erinnert sich Anton, der aus Voglwohl stammt. Auf der Strecke gab es eine Umleitung durch den Wald und irgendwann passte die Richtung nicht mehr. „Ich habe dann dort bei einem Haus gehalten und wollte fragen, wo der Weg langgeht. Und wer macht die Tür auf? Georgine!“ Das Paar lacht noch heute über diese Geschichte.
Einige Jahre später heirateten die zwei und leben seitdem in Voglwohl. Beide arbeiteten in der eigenen Landwirtschaft. Der Hof, der heute vom Sohn betrieben wird, hatte auch damals schon Milchvieh. „Ich bin dann aber auf den Bau gegangen, da war ich 33 Jahre lang bei der Firma Wolfsbauer“, erzählt Anton. Georgine war unter anderem auch Ortsbäuerin. Um sich von der Arbeit zu entspannen, haben die beiden Reisen nach Südtirol unternommen, sind zur Wellness gefahren oder waren mit dem Radl unterwegs. Stolz ist das Paar auf seine drei Kinder Bernadette, Anton und Christian, mittlerweile gibt es auch drei Enkel, ein viertes ist unterwegs. Besonders freuen sich die Wimmers über den Zusammenhalt in der Familie, die ebenfalls in der Nähe oder auf dem Hof lebt. „Das Haus ist ja groß genug“, meint Anton Wimmer.