15-jähriger Mühldorfer erfindet Fenster-Alarm

von Redaktion

Thomas Hille ist zum dritten Mal Sieger bei Jugend forscht

Mühldorf – Bereits zum dritten Mal siegte der bald 15-jährige Thomas Hille vom Ruperti-Gymnasium Mühldorf bei „Jugend forscht Junior“. Dieses Mal nahm der Neuntklässler mit seinem „FKS“ am bayernweit ausgetragenen Wettbewerb teil. Dahinter verbirgt sich ein Fenster-Kontroll-System, das für Sicherheit im Haus sorgt: An jedem Fensterrahmen im Haus der Hilles in Altmühldorf ist ein Magnetsensor angebracht.

Dieser erkennt, wenn ein anderer Magnet in seine Nähe kommt. Schließt sich der Stromkreis, ist das Fenster geschlossen. Ist der Stromkreis unterbrochen, bedeutet dies, dass das betreffende Fenster noch geöffnet ist. Dann gibt es ein Warnsignal auf das Smartphone und eine Nachricht per E-Mail. Diese Alarmierung würde es auch geben, wenn ein Einbrecher die Fensterscheibe einschlägt. Das gesamte System wird mit Akkus betrieben; ein Akku reicht pro Fenster für etwa ein halbes Jahr. Thomas Hille erklärt die Erfindung des Fenster-Kontroll-Systems mit den Worten: „Ich bin einfach zu bequem, abends durch das Haus zu gehen und alle Fenster zu kontrollieren.“

Thomas reichte sein „FKS“ beim diesjährigen Wettbewerb in Rosenheim ein und errang in der Kategorie Technik einen ersten Preis, der mit 75 Euro dotiert war. Sein Lehrer Sinan Günaltay fügt hinzu: „Ein Jurymitglied in Rosenheim war eine Mitarbeiterin der Firma Bosch, die auch so eine Kontrolleinrichtung herstellt. Sie bot Thomas spontan ein Betriebspraktikum an, weil seine Erfindung sie überzeugt hat und diese wesentlich billiger ist als das von ihrer Firma produzierte System.“

Damit qualifizierte er sich auch für den Landeswettbewerb, der an zwei Tagen an der Universität Regensburg über die Bühne ging. Auch hier war Thomas siegreich; die Siegesprämie betrug dieses Mal 150 Euro.

Sein „FKS“ hat Thomas einerseits zu Hause hergestellt, da er alle benötigten Materialien vorrätig hatte. Teilweise arbeitete er auch in der Schule, weil dort beispielsweise ein Amperemeter zur Verfügung steht. Thomas Hille gibt seine Erfahrung und sein Wissen gerne weiter; er ist Laborchef der „MINT Minds“. In dieser Forschungsgruppe tüfteln die Schüler montags am Nachmittag an ihren Projekten.

Manche programmieren Computerspiele, andere bauen eine automatisierte Tafelwischvorrichtung, wieder andere machen biologische Untersuchungen. „MINT“ steht für „Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik“.

Da Thomas sehr fit mit Mikroelektronik und Programmierung ist, kann er die Jüngeren tatkräftig unterstützen. Und als „Jugend forscht“-Veteran weiß er natürlich auch, worauf es bei den Wettbewerben ankommt.

Man darf also gespannt sein, wer demnächst in die Fußstapfen von Thomas Hille tritt oder welche weiteren Erfolge Thomas selbst erreichen wird. hra

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