Reisebilder, die andere inspirieren

von Redaktion

Ein neuer Flyer soll Besucher zu den schönsten Foto-Hotspots Wasserburgs führen

Wasserburg – Für viele gehört es zum Urlaub oder Ausflug dazu: Fotos von vor Ort. Manche mögen ihrer Familie und ihren Freunden einen Eindruck vermitteln, andere wollen das Bild auf den Plattformen in den sozialen Medien teilen. Dass Urlauber deswegen viel Wert auf besonders schöne Fotomotive legen, weiß auch Andrea Aschauer, Leiterin der Touristinfo in Wasserburg.

„Oft fragen uns Gäste, was sie in der Stadt gesehen haben müssen“, erklärt Aschauer. Wasserburg gelte mit seiner historischen Altstadt, den bunten Fassaden und der markanten Innschleife seit jeher als besonders fotogen, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Stadt. Um diese beiden Punkte vereinen zu können, gibt es seit Anfang April einen neuen Flyer mit den „Wasserburger Foto-Hotspots“.

Soziale Medien
beeinflussen

Dass Wasserburg „gesegnet ist mit schönen Fotomotiven“, betont auch Aline Müller, Vorsitzende des Tourismusvereins Wasserburg (TouWas). Sie begrüßt den neuen Flyer und sieht in ihm Chancen für die Stadt. „Beim Erkunden der Fotohotspots können Gäste auch andere Motive oder Restaurants und Geschäfte entdecken“, sagt sie.

Zudem gewinnen Bilder besonders für Urlauber immer mehr an Bedeutung und somit auch für Wasserburgs Tourismus. „Früher war ein Foto eine persönliche Erinnerung. Heute posten viele ihre Bilder direkt aus dem Urlaub auf den sozialen Medien, um ihre Follower sowie Freunde und Familie an ihrem Leben teilhaben zu lassen“, sagt sie. Dazu zählen auch Reisebilder, die dann wiederum andere Personen inspirieren können. Auch Müller selbst hat sich für ihren Urlaub auf Instagram inspirieren lassen.

Dass sich Menschen bewusst in den sozialen Medien über mögliche Urlaubsziele informieren, zeigt zudem eine Umfrage des Reiseanbieters Tui aus dem Jahr 2025. Demnach lassen sich 69 Prozent der Befragten beim Blick in die sozialen Medien für ihren nächsten Urlaub inspirieren. Besonders junge Leute informieren sich sogar bevorzugt auf Instagram (38 Prozent der befragten 15- bis 30-Jährigen) und TikTok (35 Prozent). Laut Tui gewinnen die sozialen Medien im Hinblick auf Reiseinspiration immer mehr an Relevanz.

Sogenannter Instagram- oder Influencer-Tourismus steht jedoch auch in der Kritik, wenn Massen zu schönen Fotomotiven pilgern oder Touristen sich für das perfekte Foto in Gefahr begeben. 2021 wurde deswegen der Influencer-Hotspot „Infinity-Pool“, eine Gumpe am Königsbach-Wasserfall am Königssee, für fünf Jahre gesperrt.

Auch Tourist-Info-Leiterin Aschauer kennt die negativen Seiten des Foto-Tourismus. Sie geht jedoch nicht davon aus, dass es in Wasserburg zu derartigen Problemen kommen werde. Letztlich soll der neue Flyer sowohl den Bürgern als auch den Besuchern zum einen die wichtigsten Punkte als auch nicht so bekannte Motive näherbringen. Im Flyer gebündelt sind 24 ausgewählte Standorte, die sich für eindrucksvolle Aufnahmen eignen würden. Darunter sind Klassiker wie der Blick auf die Stadt von der „Schönen Aussicht“ oder ein Foto von der bunten Fassade aus Richtung der Roten Brücke. Doch auch weniger bekannte Motive, wie eine Wandmalerei in der Tränkgasse oder ein Foto des Burgwegs, finden sich im neuen Flyer. Die Motive lassen sich über eine rund 3,7 Kilometer lange Route verbinden.

Den Flyer gibt es kostenlos im Büro der Touristinfo oder online zum Download auf der Homepage der Stadt Wasserburg.

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