Wasserburg – Ganz hinten rechts auf dem Parkplatz „Am Gries“ steht ein grüner Kiosk – aber nur die eingeweihten Wasserburger wissen damit etwas anzufangen. Man muss schon zweimal hinschauen, um seinen Zweck zu deuten. Doch nun ist es mit der Unauffälligkeit erst einmal vorbei.
Start am
Sonntag
Am Sonntag, 7. Juni, bei hoffentlich gutem Wetter kommt das Programm zum Kiosk-Geburtstag auf Hochtouren. „Bis zum 19. Juli veranstalten wir am Bramburi (so heißt der Verkaufswagen) bei freiem Eintritt zum fünften Mal einen kleinen, gemütlichen Kulturbiergarten mit buntem Programm auch für Kinder“, teilen die beiden Veranstalter Julian Maron und Veronika Steer mit.
Beruflich ist Maron als Soziologe am deutschen Jugendinstitut in München tätig, Steer ist Lehrerin an der Grundschule in Wasserburg. „Bei insgesamt 14 musikalischen Acts sowie einer lustigen Zaubershow kommen Groß und Klein voll auf ihre Kosten“, heißt es in der Ankündigung. Der Biergartenbetrieb beginnt an allen Öffnungstagen um 14 Uhr, die Events finden aber nur bei angemessener Witterung statt.
Musik, Magie und
vegane Schmankerl
Bei der Musik verspricht Maron eine „sehr gute Mischung, da ist für jeden was dabei“. Am 3. Juli etwa ist die elfköpfige Truppe „Max Hurricane & the Eskalators“ an der Reihe, am 11. Juli spielt die mehrstimmige Girls-Formation „Endton“ aus Bad Aibling. Am 12. Juli tritt die Traunsteiner Gruppe „Banda Frizzante“ mit Swing und Folk auf, am 18. Juli das Dorfener Musikwunder „Emilian Luis“.
Auch kulinarisch ist einiges geboten: Neben den „besten Erdapfelstaberl der Welt“, die die Kiosk-Betreiber aus regionalen Bio-Kartoffeln vor Ort selbst machen, wird wieder der „Bramburi-Burger“ mit veganer Bratwurst verköstigt.
Im Juni 2021, also vor fünf Jahren mitten in der Corona-Zeit, haben Maron und Steer diesen ganz speziellen Biergarten gegründet. Bis heute haben sie ihren Spaß dabei. „Wir als jung gebliebene alte Hasen machen das weiter mit großer Leidenschaft“, sagt Maron. Eine richtige Kulturszene habe sich mittlerweile rund um das Bramburi etabliert: „Die Erfahrung hilft uns, dass das Ganze locker von der Hand geht“, betont der 38-Jährige. „Es kommt ja darauf an, dass es lauschig und gemütlich ist. Und so tun wir auch der Stadt was Gutes.“ Gleichzeitig betont Maron seinen „starken Willen“ bei der Umsetzung des Programms in Kooperation mit der Stadt.
Bei den Konzerten mit zahlreichen regionalen Bands rechnet Maron mit jeweils 50 bis 100 Besuchern, Bäume würden ihnen Schatten spenden. „Der Platz ist super geeignet“, sagt er, man sitze nicht in der prallen Sonne.
Wichtig
für die Stadt
Auch Bürgermeister Bastian Wernthaler zeigt sich mit dem Konzept des Kulturbiergartens hochzufrieden. „Das ist ganz toll. Ich sage herzlichen Glückwunsch zu fünf Jahren Bramburi und glaube auch, dass das ganz wichtig für die Stadt ist. In Wasserburg gibt es ja keinen richtigen Biergarten, weil der Platz hier so knapp ist.“