Rott – Mehrere Polizeiwagen, rund ein Dutzend Polizisten und auch ein Spürhund sollen vergangenen Donnerstag eine Wohnung in einer Siedlung in Rott durchsucht haben. So schildert es zumindest ein Anwohner, der durch lautes Rumpeln aufmerksam wurde.
Auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen bestätigt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd einen Einsatz am betreffenden Tag. Gegen 18.50 Uhr waren sowohl Beamte der Bundespolizei als auch der Wasserburger Polizeiinspektion vor Ort. Grund dafür war der Fund beziehungsweise die Feststellung von Betäubungsmitteln durch die Bundespolizei, die dann die örtlich zuständigen Kollegen aus Wasserburg hinzugerufen hatte. Weitere Ermittlungen und Maßnahmen führt nun die Polizeiinspektion Wasserburg unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein. Um welche Drogen oder welches Vergehen genau es sich bei den Ermittlungen handelt, ist der Redaktion nicht bekannt. Detailliertere Auskünfte kann das Polizeipräsidium derzeit nicht geben. Allgemein spielt Rauschgiftkriminalität für die Polizei in Bayern immer wieder eine Rolle. Auffallend dabei ist, dass die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz mit Kokain (einschließlich Crack) in den vergangenen Jahren zugenommen haben. Die Zahl der Delikte stieg laut der jüngsten Kriminalstatistik von knapp 4.000 Fällen (2024) auf rund 4.440 Fälle (2025). Das ist eine Zunahme von fast zwölf Prozent. Anna Weinfurtner