Griesstätt – Der Herrgott hatte es gut gemeint mit der Griesstätter Feuerwehr. Noch kurz vor Beginn des Festgottesdienstes zum Jubiläum „155 Jahre Feuerwehr Griesstätt“ hatte es leicht geregnet. Strahlender Sonnenschein, als dann die geladenen Vereine in vier Zügen, angeführt von den Musikkapellen Griesstätt, Pfaffing, Rott und Amerang, zum Altar auf der Dunstmoar-Wiese einzogen.
Pfarrer Andreas Kolb betonte, die Feuerwehren seien etwas Besonderes – nach dem Leitsatz „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ tätig. So manches Kind habe den Wunsch, einmal Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau zu werden.
Die Feuerwehren, so der Geistliche, erfüllen Kinderträume, da sie Leute sind, die anderen Menschen helfen und dabei alle gleich behandeln, so Pfarrer Kolb in der Predigt weiter. Die Feuerwehren erfüllen nach seinen Angaben den Auftrag Jesu.
Der Geistliche wünschte ihnen den Segen Gottes, der sie auf allen Wegen begleiten wolle. Am Schluss des Gottesdienstes segnete Pfarrer Kolb die Fahnenbänder von der Gemeinde, vom Patenverein Rott und vom Festausschuss, die dann mit einem Prolog von drei jungen Feuerwehrlerinnen an die Vereinsfahne geheftet wurden.
Danke sagte Vereinsvorstand Alexander Maier nicht nur Pfarrer Kolb für die würdige Gestaltung des Gottesdienstes und der Griesstätter Musikkapelle für die musikalische Umrahmung, sondern auch den Ehrengästen, den Ortsvereinen, allen Feuerwehren und Blaulichtorganisationen für ihren Besuch sowie auch allen Gästen und Gottesdienstteilnehmern. Bedankt hat sich Maier auch bei allen für ihre Hilfe beim Zeltaufbau und beim Zeltbetrieb, beim Festausschuss sowie bei allen Familien, die oft auf die Helferinnen und Helfer verzichten mussten.
155 Jahre Freiwillige Feuerwehr Griesstätt, das sei ein stolzes Jubiläum und ein eindrucksvolles Zeugnis für Zusammenhalt, Pflichtbewusstsein und gelebte Nächstenliebe in der Gemeinde, so der Vereinsvorstand. Das Engagement verdiene höchsten Respekt und aufrichtige Anerkennung.
Bürgermeister Anton Strahlhuber gratulierte im Namen der Gemeinde herzlich zum Jubiläum und dankte der Feuerwehr, dass sie immer da sei, wenn man sie brauche. Er wünschte für den Einsatzdienst viele interessante Übungen, wenige Einsätze und vor allem immer ein gesundes Heimkommen. „Macht’s so weiter, Griesstätt braucht euch.“
Stellvertretend für die Kreisbrandinspektion und für den Kreisfeuerwehrverband Rosenheim sprach Kreisbrandinspektor Stephan Hangl ein Grußwort. Für die Zukunft wünschte er der Feuerwehr Griesstätt das Allerbeste, immer genügend Mitglieder und Nachwuchs und die nötige Technik, um alle Einsätze zu meistern.
Nach den Ansprachen stimmte die Griesstätter Musikkapelle die Bayernhymne an, wobei die Gäste fleißig mitsangen. Ein schönes Bild bot sich dann beim Festzug durch den Ort mit den etwa 1.100 Teilnehmern.