Die Fußball-WM 2026 ist nur etwas für Nachteulen

von Redaktion

So denken Mühldorfer über die späten WM-Spiele – So schätzen sie die Chancen der deutschen Nationalmannschaft ein

Voller Vorfreude: Wenn die deutsche Elf das Halbfinale erreicht, ist Maria Boriat auch mitten in der Nacht live vorm TV dabei.

Manfred Reinhart drückt vor allem den Underdogs der WM die Daumen – für sie würde er auch nachts aufstehen.

Hofft auf den WM-Titel: Ob Lukas Tratzl die späten Spiele live verfolgen darf, entscheidet der Stundenplan am nächsten Morgen.

Hat ein gutes Bauchgefühl: Dagmar Bauer glaubt trotz mäßigem Fußballinteresse an ein Finale mit deutscher Beteiligung.

Mühldorf – Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steht vor der Tür. Wegen der Zeitverschiebung zu den Austragungsländern USA, Kanada und Mexiko müssen Fans in der Region teils tief in der Nacht den Wecker stellen.

Schlaflose Nächte für Fußballfans oder bleibt der Fernseher aus? Die OVB-Heimatzeitungen haben sich am Mühldorfer Stadtplatz umgehört: Ist das Fußballfieber schon ausgebrochen, wie stehen die Chancen für die deutsche Nationalelf und wer opfert für ein Top-Spiel seine Nachtruhe?

Manfred Reinhart aus Mühldorf sagt dazu: „Ich gönne den Fans eine gute und friedliche Fußballstimmung. Selber gehöre ich nicht zu den großen Fußballfreunden. Mir gefällt es, wenn Außenseiter stark sind oder sogar das Turnier gewinnen. Dafür würde ich auch nachts aufstehen.“

Günter Eiben aus Mühldorf sieht die Entwicklung im Profifußball kritisch: „Bei Fußball geht es längst nicht mehr um den Sport, sondern nur ums Geld, trotzdem interessiert mich die Weltmeisterschaft. Unsere Elf schafft vielleicht die Vorrunde, dann wird es kritisch. Meine Nachtruhe opfere ich eher nicht.“

Voller Vorfreude blickt Maria Boriat aus Lohkirchen auf das Turnier: „Mich begeistert Fußball, deshalb hoffe ich schwer, dass unsere Mannschaft mindestens ins Halbfinale kommt. Ist dies der Fall, dann sitze ich auf alle Fälle vor dem Fernseher, egal um welche Uhrzeit.“

Dagmar Bauer aus Mühldorf hat ein gutes Bauchgefühl: „Mein Interesse für die Fußball-Weltmeisterschaft ist nicht riesig ausgeprägt. Dennoch drücke ich unseren Jungs die Daumen, eventuell gibt es ein Endspiel mit deutscher Beteiligung. Irgendwie glaube ich daran.“

Lukas Tratzl aus Mühldorf, selbst Fußballer, hofft auf den WM-Titel: „Ich spiele selber Fußball und freue mich total auf die Weltmeisterschaft. Vielleicht werden wir sogar Weltmeister. Ob ich Spiele anschauen darf, die spät ausgestrahlt werden, hängt davon ab, was am anderen Tag in der Schule los ist.“

Auch Xaver Hartmetz aus Mühldorf ist als Fußballer ein Fan: „Natürlich bin ich als Fußballer ein Fan der Weltmeisterschaft. Hoffentlich kickt sich unsere Elf ins Halbfinale, Weltmeister wird wohl Portugal. Tolle Spiele, die spät gesendet werden, darf ich vielleicht ganz oder bis zur Halbzeit anschauen.“

Ursula Huckemeyer

Artikel 3 von 11