Postsportler rudern durch Venedig

von Redaktion

Rudersparte des Postsportvereins bei der Jubiläums-Regatta Vogalonga dabei

Mühldorf/Altötting/Venedig – Ein besonderes Rudererlebnis hat die Rudersparte des Postsportvereins Mühldorf bei der Vogalonga in Venedig erlebt. Die traditionsreiche Regatta für muskelbetriebene Wasserfahrzeuge fand heuer zum 50. Mal statt und lockte mehr als 10.000 Wassersportler in die Lagunenstadt.

Der Postsportverein hat seinen Vereinssitz in Mühldorf, trainiert jedoch bei Altötting. Damit verbindet die Rudersparte beide Landkreise. Gemeinsam mit Sportlern des RSC Rosenheim und des Ruderclubs Kufstein gingen insgesamt 16 Ruderinnen und Ruderer in vier Booten an den Start.

Die Vogalonga wurde 1975 von venezianischen Ruderern als Protest gegen den zunehmenden motorisierten Schiffsverkehr in der Lagune ins Leben gerufen. Heute ist sie ein internationales Festival des Ruder- und Paddelsports.

In diesem Jubiläumsjahr waren rund 2.200 Boote auf dem Wasser unterwegs. Ausgangspunkt für die Teilnehmer war die Festung Treporti auf der Landzunge Cavallino-Treporti. Bereits um 7 Uhr morgens legten die Boote dort ab und ruderten zunächst rund zehn Kilometer bis zum Markusplatz. Um 9 Uhr fiel dann der Startschuss für den eigentlichen 26 Kilometer langen Rundkurs durch die Lagune. Die Strecke führte vorbei an den Inseln Vignole und Sant’Erasmo bis nach Burano, wo die Teilnehmer den Hauptkanal durchquerten. Anschließend ging es an Murano vorbei zurück nach Venedig.

Einer der Höhepunkte war die Fahrt über den Canal Grande, der während der Vogalonga vollständig für Motorboote gesperrt wird.

Auf spiegelglattem Wasser glitten die Boote an den historischen Palazzi vorbei und unter der berühmten Rialtobrücke hindurch bis zum Markusplatz. Für viele Teilnehmer vermittelt dieser Abschnitt einen Eindruck davon, wie Venedig einst aussah, als die Wasserstraßen noch den Ruderbooten gehörten.

Im Ziel erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde sowie die traditionelle kunstvoll gestaltete Medaille. Die Rückfahrt nach Treporti erwies sich anschließend als besondere Herausforderung. Nachdem die Schifffahrt teilweise wieder freigegeben worden war, sorgten hohe Wellen für schwierige Bedingungen.

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