Debatte um Kindergarten-Finanzen in Griesstätt

von Redaktion

Kämmerer Josef Furtner hat die Jahresrechnung 2025 in Griesstätt präsentiert. Ein Defizit bei der Kläranlage sorgt für höhere Gebühren. Zudem sorgten die Finanzen des Kindergartens, insbesondere die Personalkosten und der Trägerwechsel, für Diskussionen im Gemeinderat, obwohl die Beschlüsse einstimmig fielen.

Griesstätt – Detailliert aufgeschlüsselt und transparent aufbereitet präsentierte Kämmerer Josef Furtner anlässlich der jüngsten Gemeinderatssitzung sein Zahlenwerk zur Jahresrechnung 2025. Die dazu nötigen Beschlüsse erfolgten jeweils einstimmig. Diskussionen gab es nur zu Finanzierungen im Bereich Kindergarten, bei dem vor allem die künftigen Personalkosten und der Trägerwechsel im Fokus standen.

Defizite auch
bei der Kläranlage

Mit einer Gesamtsumme von 10,2 Millionen Euro schloss der Gesamthaushalt für das vergangene Jahr ab, bilanzierte Furtner das zu genehmigende Jahresergebnis. 8,91 Millionen Euro entfielen dabei auf den Verwaltungshaushalt, 1,29 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. 778.000 Euro konnten diesmal Letzterem zugeführt werden. Eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage erfolgte in Höhe von 87.788 Euro. Diverse überschaubare Posten im Bereich von Haushaltsüberschreitungen zählte Furtner zudem auf, ebenso noch zu genehmigende Ausgaben wie bezüglich einer Grundstückswertermittlung oder beim Glasfaser-Netzwerk-Anschluss und der Prozesssteuerung in der Kläranlage.

Insgesamt 3,37 Millionen Euro an Personalkosten, 7.429 Euro mehr als veranschlagt, seien im Gemeindehaushalt angefallen, so Furtner. An sonstigen größeren Haushaltsbelastungen führte er unter anderem das neue Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr an.

Bei Letzterem ergab die Jahresrechnung eine Gebührenunterdeckung von 104.431 Euro. Damit erhöhe sich dieses Minus zusammen mit der Unterdeckung aus den Jahren 2021 bis 2024 auf 335.916 Euro, so der Kämmerer. Dies läge vor allem darin begründet, dass Energie- und Betriebsführungskosten durch die hohe Inflation der vergangenen Jahre angestiegen seien. Zudem habe das Landratsamt im Haushaltsjahr 2024 erstmals die Niederschlagswasserabgabe für die Jahre 2016 bis 2021 in Höhe von 47.338 Euro erhoben, weshalb es noch keinen Ansatz im Haushaltsplan des vergangenen Jahres gab. Alles zusammen habe damals zu einer Gebührenerhöhung geführt. 2028 werde neu kalkuliert.

Debatte um den neuen
Kindergartenträger

Für Nachfragen sorgten die Ausgaben im Bereich des Kindergartens. Hier waren 600.000 Euro an Zuwendungen im Bereich BayKiBiG veranschlagt gewesen, verfügt werden konnte aber nur über 477.140 Euro, sodass auch nach Einbeziehung weiterer Zuweisungen noch 109.114 Euro an offenen Beträgen übrig geblieben waren. Auch beim Gebäudeunterhalt verblieb in diesem Bereich im Gesamten ein Minus zum Planungsansatz in Höhe von 16.738 Euro.

Sebastian Meier (CSU) wollte deshalb wissen, wie das mit dem neuen Träger laufe. Furtner erläuterte daraufhin, dass man noch keine belastbaren Zahlen vorliegen habe, da diese erst ab Oktober zu erwarten seien. Strahlhuber (BfG) verwies darauf, dass das Personal noch ein Jahr in alter Besetzung mitgenommen werde, Strukturänderungen erst später greifen würden.

Derzeit würden 140 Kinder in der Einrichtung betreut. Die Erwartung auf Kostenminderung bestünde, wenngleich ein Kindergarten ohnehin kein Plus-Geschäft sei. Dass nicht viele Veränderungen zu erwarten seien, befürchtete Katharina von Sommoggy (BfG), und Helmut Schuster (BfG) stellte fest, dass wohl generell keine Gewinne im Bereich Kindergarten möglich seien, er erwarte aber Transparenz bei auftretenden Defiziten.

Die abschließenden Beschlüsse zur Kenntnisnahme der Jahresrechnung 2025, zur Zustimmung zu den Haushaltsüberschreitungen und zur Beauftragung des Rechnungsprüfungsausschusses, sich mit der Jahresrechnung zu befassen, wurden einstimmig gefasst.

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