Ehrungen für Ehrenamtliche

von Redaktion

Stadt Mühldorf zeichnet acht verdiente Bürger für ihren Einsatz aus

Mühldorf – Wenn alle drei Bürgermeister der Stadt zu einem Termin erscheinen, muss etwas Besonderes dahinterstecken. Und in der Tat war es so, als die Kreisstadt im Restaurant Wintergarten acht langjährig ehrenamtlich tätige Personen würdigte. Bürgermeisterin Claudia Hungerhuber begrüßte zur Feierstunde neben den Ehrenamtlern auch die Ehrenbürger der Stadt, Dr. Hans Dworzak und Werner Klöpper, ihre Stellvertreter sowie Vertreter jener Vereine und Einrichtungen, deren Mitglieder geehrt wurden. Die jeweiligen Vorstandsmitglieder traten als Laudatoren auf.

Ohne Ehrenamtliche
funktioniert es nicht

Insgesamt standen acht Damen und Herren auf der Liste, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben und daher mit einer besonderen Auszeichnung bedacht wurden. Vor so viel ehrenamtlichem Engagement müsse man einfach den Hut ziehen, hieß es, und die Rathauschefin bedankte sich herzlich bei jedem Einzelnen für dessen Einsatz. „Ohne Vereine und Ehrenamt funktionieren weder gesellschaftliches Leben noch der nötige Zusammenhalt“, unterstrich Hungerhuber und ergänzte an die Adresse der Geehrten gerichtet: „Ihr größter Lohn ist unsere Dankbarkeit.“

Von den acht Ausgezeichneten erhielten zwei Herren bereits zum zweiten Mal Urkunde und Ehrennadel: Josef Bernhart von der Blaskapelle Altmühldorf sowie Rudolf Pichlmaier von der Königlich-privilegierten Feuerschützengesellschaft.

Christoph Hein von der Blaskapelle Altmühldorf trat als Erster ans Rednerpult und stellte die Arbeit von Josef Bernhart vor, der 30 Jahre an der Spitze der Blaskapelle stand. „Du hast dich stets mit Herzblut in unsere Gemeinschaft eingebracht, diese geprägt und vor allen Dingen auch die Jugendarbeit erfolgreich vorangetrieben“, so Hein, der Josef Bernhart noch bescheinigte, Motor in Sachen Auftritte, Ausflüge und eigene Veranstaltungen gewesen zu sein.

Thomas Hofer vom Wildererverein Mößling war der nächste Laudator und stellte Helmut Lohr vor. „Helmut gestaltete unsere Vereinsgeschichte mit, er hält das Brauchtum lebendig und sorgte sich 18 Jahre lang als Erster Vorstand um alle Belange des Vereins“, betonte Hofer. Er wies darauf hin, dass sich Lohr um Maiandachten und Hoagarten kümmert sowie die Pflege der Feldkreuze übernahm. „Bei ihm daheim bauten wir sogar unsere eigene Wilderer-Bar“, schmunzelte der Laudator.

Konrad Bauer von den Schützen Mößling oblag es, Silvia Zehentmaier hervorzuheben. „Sie hat als Schatzmeisterin unsere Finanzen im Griff und engagiert sich zusätzlich als Leiterin der Damenabteilung“, lobte Bauer seine Vereinskollegin, die sich ebenfalls als Eventmanagerin im Verein verdient gemacht habe.

Sven Parnet von der Königlich-privilegierten Feuerschützengesellschaft rückte Rudolf Pichlmaier in den Vordergrund. Dieser sei von Beginn an im Jahr 1989 weit mehr als nur ein Mitglied gewesen. „Pichlmaier stellte wichtige Weichen in unserem Vereinsgeschehen und hatte verschiedenste Ämter inne“, ließ der Laudator wissen und brachte dann die Vereinschronik ins Spiel, der sich Pichlmaier mit Fleiß, Beharrlichkeit und Ausdauer widmet. „Die Chronik ist nicht nur für uns ein überaus wertvolles Geschenk“, machte Parnet deutlich. Mit seinen 86 Jahren war Franz Kaltenecker der älteste Bürger, dem Nadel und Urkunde zuteilwurden. Walter Graßler, Vorstand der Naturfreunde, nannte Franz einen „heimlichen Helden“, der sich nie in den Vordergrund dränge, sondern aus der zweiten Reihe heraus als graue Eminenz zum Wohle der Naturfreunde tätig sei. Kaltenecker organisiert Bergmessen und hält den Schaukasten auf dem Laufenden. „Franz macht einfach alles, und das unaufdringlich, aber effizient“, lobte Graßler und fügte hinzu: „Bis vergangenes Jahr trat Franz bei unseren Gymnastikstunden noch als Vorturner auf.“

Über Gerd Sommerkorn vom BRK-Kreisverband wusste Laudator Dr. Gerhard Deißenböck einiges zu berichten. „Nach Beendigung des Wehrdienstes trat Gerd im März 1965 in die Sanitätskolonne Mühldorf ein, wie es damals hieß“, erklärte Deißenböck. Sommerkorn beteiligte sich maßgeblich am Aufbau der Rettungswache und sorgte dafür, dass ein Notarztfahrzeug angeschafft wurde. „Die Aufgaben von Gerd gestalteten sich vielfältig. Er arbeitete in der Ausbildung, war Instruktor und Wachleiter, außerdem organisierte unser Gerd über Jahre hinweg die Altkleider- und Altpapiersammlung“, ließ der Laudator wissen und meinte: „Ich könnte noch mehr Bereiche aufzählen, für die der heute 81-Jährige zuständig gewesen ist.“

Für Marion Rasovic vom Kreisjugendring stand Veronika Mück im Mittelpunkt der Feierstunde. Die Geehrte gehört seit 18 Jahren zum Kreisjugendring und wirkte zwölf Jahre lang als Vorsitzende. Veronika Mück stecke viel ihrer persönlichen Freizeit in das Wohl von Kindern und Jugendlichen.

Ehrennadel und
Urkunde für die Geehrten

Zum Schluss der Veranstaltung wurde Tanja Limbach von den Maltesern als Laudatorin aufgerufen. Sie rückte ihre zu ehrende Kollegin Maria Fottner ins Rampenlicht. „Maria ist stets präsent, sie arbeitet still und leise“, so Laudatorin Limbach, die weiters informierte: „Meine Kollegin ist seit 15 Jahren als Ausbilderin tätig, was gerade Eltern und Kinder sehr zu schätzen wissen.“ Bürgermeisterin Claudia Hungerhuber steckte jedem der Geehrten eine Ehrennadel an.

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