Griesstätt – Gar nicht so leicht erwies sich die Beseitigung der zahlreichen Gespinste des kürzlich am Kettenhamer Weiher entdeckten Eichenprozessionsspinners. Bis weit hinauf in die Baumkronen fanden die Fachleute der Raublinger Firma Baumpflege Ronge, Marinus Mosauer und Hubert Ronge, immer mehr neue Nester der für Mensch und Tier nicht ungefährlichen Raupen.
Mit Hebebühne und Absaugvorrichtung versuchten sie im Verlauf des vergangenen Donnerstags, möglichst allen Plagegeistern nach und nach den Garaus zu machen. Diese wirken wegen ihrer feinen Härchen hoch allergisch und können vor allem für Tiere, die solche rund um die befallenen Bäume aufnehmen, lebensgefährlich werden.
„Hände weg!“ empfiehlt Ronge deshalb allen, die ein Gespinst entdecken, und rät auch Landwirten, generell kein Gras zu verfüttern, das unter befallenen Bäumen gemäht wurde. Da sich die Raupen bis zu sechsmal häuten, können getrocknete Härchen durch die Gespinste zu Boden rieseln und bilden so eine stetige, aber nicht sichtbare Gefahr, vor allem dann, wenn der Wind diese Härchen noch dazu verteilt. Das Gleiche gelte für alte Nester, die deshalb acht bis zehn Jahre gefährlich bleiben könnten und wegen bräunlicher Verfärbung dann nur noch schwer zu sehen seien, so der Baumpfleger. Die gänzliche Beseitigung durch Absammeln und Absaugen aller Raupennester bleibe deshalb derzeit als einzige Schutzmaßnahme übrig, um einen gefahrlosen Badebetrieb am Kettenhamer Weiher zu gewährleisten. Die betroffenen Flächen bleiben vorerst gesperrt und werden von der Feuerwehr gereinigt. Ab dem heutigen Samstag sollen die gesperrten Flächen wieder freigegeben werden. kr