Albaching – Der einzige Bauantrag, der dem Gemeinderat vorlag, bezog sich auf den Abbruch eines alten Gebäudeteils und den Neubau eines Wohnhauses mit zwei Wohneinheiten sowie einer Doppelgarage an gleicher Stelle.
Das Objekt liegt in der Gemarkung Utzenbichl. Das Baugrundstück befindet sich im Geltungsbereich der Außenbereichssatzung Zell. Die Straßenerschließung ist über die angrenzende Kreisstraße gesichert, das Grundstück ist an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen. Das auftretende Regenwasser wird versickert. Die Löschwasserversorgung ist durch einen rund 100 Meter entfernten Hydranten gesichert. Da keine Anschlussmöglichkeit an die gemeindliche Schmutzwasserbeseitigungsanlage besteht, hat der Bauherr eine geeignete private Entsorgung, zum Beispiel über eine Dreikammergrube, zu organisieren und gegebenenfalls die dafür erforderliche Genehmigung einzuholen. Da die Stellplätze für die beiden Wohneinheiten nachgewiesen sind, besteht seitens der Gemeinde aus bauplantechnischer Sicht das einstimmige Einverständnis, mit der einzigen Auflage, die Beseitigung des Schmutzwassers nachzuweisen.
Aus dem nichtöffentlichen Teil der vergangenen Sitzung gab Bürgermeister Rudi Schreyer mehrere Informationen bekannt: So wird für das Mehrzweckgebäude am Sportplatz eine Fernwärmeleitung verlegt, um später den Anschluss an die Nahwärmeversorgung der „Nahwärme Albaching eG“ zu sichern. Die schon besprochene Erneuerung der Spielgeräte der gemeindlichen Spielplätze wird nunmehr beauftragt, es liegen Angebote eines Spielgeräteherstellers vor. Schreyer wird sich mit den weiteren Schritten befassen.
Die Grundschule Albaching bekommt für die PV-Anlage einen Batteriespeicher zugebaut, um die Effizienz der Anlage zu erhöhen. Hinsichtlich der laufenden Angelegenheiten gab Bürgermeister Schreyer bekannt, dass mit der Erschließung des Neubaugebietes „Kreuzstraße“ begonnen wurde. Des Weiteren wurde über eine kurzfristig durchgeführte Sanierung der Gemeindestraße von Thal nach Oberunterach berichtet.
Bezüglich des „Rufbusses“ erfolgte der Hinweis, wonach der Vertrag Ende 2026 ausläuft, und in nächster Zeit zu entscheiden ist, inwieweit eine Alternative anzudenken ist. Aus wirtschaftlicher Sicht sind sämtliche Varianten, wie auch das Rosi-System, defizitär. Es soll dennoch versucht werden, eine Lösung zu finden, denn „wenn wir gar nichts machen, bleiben wir im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke“, so der Bürgermeister.
Für die Zukunft wurde angeregt, künftig in den Gemeinderatssitzungen wesentliche Ergebnisse aus der Arbeit der Arbeitskreise und Arbeitsgruppen transparent zu machen, um die Bürger zeitnah über wissenswerte Neuigkeiten in Kenntnis zu setzen.
Zum Abschluss der öffentlichen Sitzung informierte Schreyer über eine weitere Sitzung des Gemeinderates am Dienstag, 23. Juni. In dieser Sitzung bildet der Haushalt das Schwerpunktthema. Philipp Gießibl