Wasserburg – Ein beeindruckendes Update sowie eine Portion Nachhilfe in Sachen Schulalltag konnten die Mitglieder des Netzwerkes Schule/Wirtschaft anlässlich einer Betriebsbesichtigung in der Wasserburger Mittelschule erleben. Hierbei wurden neben dem umfangreichen Angebot von unterschiedlichen Möglichkeiten, einen Abschluss zu erlangen, auch neue Wege unterrichtlichen Lehrens und Lernens aufgezeigt. Dabei standen auch der Umgang mit Tablet und die digitale Umsetzung von Arbeitsschritten sowie der Lernzuwachs im Fokus, was unter den Beteiligten im Anschluss für einen gedeihlichen Informationsaustausch sorgte.
Denn Schulleiterin Maria Albert hatte so manchen der Anwesenden zum Staunen gebracht, welche Bildungswege, Klassentypen und Abschlüsse an der Mittelschule angeboten werden. Flexible Trainingsklassen, Vorbereitungs- und Deutsch-Klassen ergänzen hier unter anderem aktuell die Möglichkeiten, Schüler mit schwierigeren Schullaufbahnen zu fördern. Sie ermöglichen aber auch bei Lernproblemen zusätzliche Unterstützung.
Für besondere Aufmerksamkeit, auch bei den anwesenden Firmenvertretern, sorgte Rebekka Dietz, Klassenlehrerin der 8M. Sie stellte das Churer Modell vor, das auch andere Lehrkräfte vor Ort nutzen. Hierbei wird das Klassenzimmer quasi zur Lernlandschaft im „Großraumbüro“ mit unterschiedlichen Arbeitsplätzen. Der Kreis spielt eine zentrale Rolle, denn hier wird der Input für die weitgehend unter sinnvoller Nutzung des eigenen I-Pads ablaufende, selbstständige und eigenverantwortliche Unterrichtsarbeit gegeben. Die Schüler können dabei den Arbeitsplatz selber wählen. Dass solche gewohnten Freiheiten in einem Lehrbetrieb aber auch zu Schwierigkeiten führen könnten, merkten Ausbilder an. Zu viel Selbstständigkeit führe hier eher zu Problemen bei der Anpassung in die betrieblichen Strukturen, wurde angemerkt, denn Arbeit sei kein Wunschkonzert. Einig war man sich, dass für den richtigen Übergang in die Arbeitswelt bei aller Unterstützung durch Schule und Berufsberater aber auch die betrieblichen Ausbilder gefordert seien.kr