Albaching – Bei allerbesten Witterungsverhältnissen feierte der Krieger- und Soldatenverein Albaching sein 150-jähriges Bestehen.
Der Verein hat aktuell 148 Mitglieder. Der Vorsitzende Klaus Seidinger berichtete auf entsprechende Nachfrage, er habe versucht, noch passend zum Jubiläum mindestens zwei weitere Mitglieder zu gewinnen, was ihm leider nicht gelungen sei. Allerdings hatte der Verein bereits im vergangenen Jahr 26 neue Mitglieder gewonnen und war stark gewachsen.
Der Festtag startete mit der Aufstellung der Orts- und Nachbarvereine am Feuerwehrhaus. Die Albachinger Böllerschützen begrüßten die Teilnehmer mit mehreren Salutschüssen. Der Festzug marschierte, angeführt von der Blaskapelle Albaching, zur Pfarrkirche Sankt Nikolaus.
Dort versammelten sich mehr als zwölf Fahnenabordnungen mit ihren Vereinsmitgliedern und weiteren Gästen zum Festgottesdienst, der von Pfarrer Josef Huber gestaltet und von der Blaskapelle Albaching musikalisch umrahmt wurde. Pfarrer Huber verwies in seiner Begrüßung auf das Motto „Fürchtet euch nicht“, das sowohl für die Kirche als auch für die Veteranen gut passe. Gleichzeitig verwies er auf die wichtige Funktion der Veteranenvereine, um die aus dem Krieg zurückgekehrten Menschen aufzunehmen. Es brauche Menschen, die für den Frieden und die Freiheit eintreten.
Im Anschluss an den Festgottesdienst sprach Landtagsmitglied Sebastian Friesinger ein Grußwort. Er betonte dabei, wie wichtig es gerade in diesen unruhigen Zeiten sei, für den Frieden zu kämpfen. Aktuell feiern in vielen Gemeinden Veteranenvereine ihr 150-jähriges Jubiläum, die allerdings 1945 aus den bekannten Gründen aufgelöst wurden und erst später wieder ihre Vereinsarbeit aufnehmen konnten. Dabei dürfe auch die Aussage „Nie wieder Krieg“ nicht nur eine bloße Floskel bleiben. Friesinger dankte Klaus Seidinger für seine rührige Vereinsarbeit. Mit solchen Aktiven sei ihm um die Zukunft des Vereins nicht bange.
Bürgermeister Rudi Schreyer überbrachte Grußworte seitens der Gemeinde Albaching. Auch er betonte, gerade „weil wir hierzulande im Frieden leben“, sei es unerlässlich, die Gräuel der Vergangenheit nicht zu vergessen und für Frieden und Freiheit zu kämpfen.
Im Anschluss versammelten sich die Festteilnehmer am Kriegerdenkmal. Beim Lied „guter Kamerad“ senkten sich die Vereinsfahnen, und aus der vereinseigenen Kanone wurde ein Ehrensalut für alle gefallenen, vermissten und verstorbenen Vereinsmitglieder beider Weltkriege abgefeuert.
Ein weiterer Festzug führte die Teilnehmer zum Bürgersaal. Dort klang der Festtag bei einem gemeinsamen Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen und einem geselligen Beisammensein aus. Die Festtage werden am Montag mit einem Kesselfleischessen ebenfalls im Bürgersaal abgeschlossen und abgerundet. gip