Kaufpreis für Schulhaus ausbezahlt

von Redaktion

Mittelschulverband Eiselfing billigt Haushaltssatzung – Verzicht auf Umlagen

Eiselfing – Der Mittelschulverband Eiselfing vertritt die Schüler der Gemeinden Amerang, Eiselfing, Griesstätt, Schonstett und in geringer Anzahl aus dem Weiler Weikertsham, der zur Stadt Wasserburg gehört. Die allgemeinen Verwaltungsaufgaben des Schulverbandes werden über das Gemeindeamt Eiselfing bearbeitet. Besitzer des Schulgebäudes und der Liegenschaft ist schon seit mehr als einem Jahr die Gemeinde Eiselfing.

Erwerb ist
abgeschlossen

Zur gemeinsamen Verbandssitzung mit der Beratung und Beschlussfassung für die Haushaltssatzung 2026 trafen sich die Vertreter der Mitgliedsgemeinden im Sitzungsraum des Eiselfinger Gemeindeamtes. Der Schulverbandsvorsitzende und Eiselfinger Bürgermeister, Georg Reinthaler, konnte dazu seine Bürgermeisterkollegen aus Amerang, Konrad Linner, und aus Schonstett, Maximilian Heilmann, begrüßen. Der Bürgermeisterkollege aus Griestättkonnte am Termin nicht anwesend sein. Als weitere Mitglieder der Schulverbandsversammlung nahmen Kathrin Pauker aus Eiselfing und Markus Keller aus Amerang an der Sitzung teil. Mit dabei war zudem die Schulrektorin der Grund- und Mittelschule in Eiselfing, Nadine Sauer. Die Eiselfinger Gemeindeverwaltung vertraten der Amtsgeschäftsleiter, Laurentius Fischer, und der Kämmerer, Klaus Huber. Er stellte den Entwurf der diesjährigen Haushaltssatzung vor.

Der Erwerb des Schulverbandsgebäudes mit den dazugehörigen Liegenschaften ist mittlerweile an die Gemeinde Eiselfing übergegangen und abgeschlossen (wir berichteten). Für das Jahr 2025 war vereinbart, dass der Kaufpreis den Mitgliedsgemeinden in Form einer Aussetzung der Verwaltungskostenumlage zumindest für ein Jahr wieder zugute kommt.

Deshalb verzichtete der Haushalt 2025 auf Umlagen an seine Mitglieder zur Finanzierung und finanzierte sich aus dem Vermögenshaushalt aus der Kaufpreiszahlung durch die Gemeinde Eiselfing. Zum Haushaltsausgleich waren im Haushalt 2025 insgesamt 764.576 Euro nötig (um welche die Ausgaben höher als die regulären Einnahmen waren), welche somit vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt 2025 zugeführt wurden.

Die Differenz auf den Kaufpreis von 900.000 Euro beträgt somit 135.424 Euro und ist deshalb noch nicht endgültig zurückgeflossen. Diese werden nun im vorliegenden Haushalt 2026 aus den Rücklagen entnommen. Zum einen Teil wird damit der Vermögenshaushalt finanziert und der Rest in Höhe von 75.628 Euro wird dem Verwaltungshaushalt 2026 zugeführt und verringert nochmals die Verwaltungskostenumlage für 2026. Damit kann der Gesamthaushalt praktisch ausgeglichen werden. Ein Teil davon finanziert jedoch die Entnahme aus den Rücklagen. „Ebenso werden die Gebäudeabschreibungen auf die jeweiligen Mietanteile umgelegt“, sagte Klaus Huber auf die Nachfrage aus dem Verbandsgremium. Der Rest wird vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt zugeführt und reduziert als zusätzliche Einnahme dort dann wiederum die Verwaltungskostenumlage. Der Aussage des Eiselfinger Kämmerers nach wird ab 2027 die zum Ausgleich notwendige Differenz wieder voll als Umlage fällig werden.

Recht übersichtlich waren für die Einzelberatungen des Verwaltungs- und Vermögenshaushaltes die vorbereiteten Unterlagen zur Berechnung der Umlage. Diese errechnet sich auf der Basis der Gesamtschülerzahl. Ungefähr gut 45 Prozent der Schülerschaft besuchen derzeit die Mittelschule. Beispielsweise geht der Haushaltsansatz 2026 bei den Mieten für das Schulgebäude und die Turnhalle von 155.000 Euro aus. Der Mittelschulanteil dafür ist bei nicht ganz 70.000 Euro. Die Gesamtkosten werden als Verwaltungsumlage im Weiteren anhand der Schülerzahlen per Bescheid dann den Mitgliedsgemeinden in Rechnung gestellt.

Bei den gesamtschulischen Ausgaben und Einnahmen wurde der Verwaltungshaushalt mit einer Summe von knapp 892.000 Euro aufgestellt. Im Vermögenshaushalt sind dies in den Einnahmen und Ausgaben 161.632 Euro. Eine Kreditaufnahme für Investitionen oder für Investitionsförderungsmaßnahmen ist nicht vorgesehen. Der Finanzbedarf ist so gedeckt, dass für eine zusätzliche Investitionsumlage kein Bedarf besteht. Stand Oktober 2025 liegt die für die Umlage maßgebende Schülerzahl der Mittelschulverbandsgemeinden Amerang, Eiselfing, Griesstätt und Schonstett bei 128 Schülerinnen und Schülern. Das sind im Vergleich zum Vorjahr zwölf Plätze mehr und zeigt einen weiterhin ansteigenden Bedarf aus dem Einzugsgebiet der Gemeinden.

Satzung kann
rückwirkend in Kraft treten

Pro Mittelschulplatz sind dies Verwaltungsumlagekosten von 2.308,91 Euro, was im Vergleich zum Haushalt des vergangenen Jahres eine Kostenminderung ist.

Einstimmig beschlossen die anwesenden Bürgermeister des Mittelschulverbandes Eiselfing die Haushaltssatzung für das laufende Jahr. Rückwirkend zum 1. Januar kann sie nun in Kraft treten.

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