Mühldorf – Auf Einladung von „Donum Vitae“ Mühldorf-Altötting, Frauen helfen Frauen sowie der Diakonie Rosenheim fand in diesem Jahr das jährliche Arbeitstreffen zum Thema Gewalt im Landkreis Mühldorf statt. Zahlreiche Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch und zur gemeinsamen Vernetzung.
Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Richter, Polizei- und Kriminalpolizeibeamte, Vertreter des Sozialpsychiatrischen Dienstes, der KoKi, der Erziehungsberatungsstelle, des Kinderschutzbundes sowie eine Notärztin des Krankenhauses. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich Gewaltprävention und Gewaltschutz. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Gewaltschutzgesetz. Hierzu konnte Maria Mayer, Referentin des Paritätischen Bayern, für ein Fachinterview gewonnen werden. Sie informierte über rechtliche Grundlagen, aktuelle Fragestellungen sowie Stand der Umsetzung des Gesetztes in Bayern. Im weiteren Verlauf wurden Inhalte und Erkenntnisse der LeSuBiA-Studie des Bundeskriminalamtes vorgestellt und diskutiert. Die Studie beleuchtet verschiedene Aspekte von Gewaltbetroffenheit und Unterstützungsstrukturen und bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für die fachliche Diskussion. Die Veranstaltung war geprägt von einer lebhaften Atmosphäre, großem Interesse und intensiven Gesprächen zwischen den beteiligten Fachstellen. Der offene Austausch zeigte erneut, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen ist, um Betroffene von Gewalt bestmöglich unterstützen zu können. Die Organisatorinnen zogen ein durchweg positives Fazit: Das Arbeitstreffen war eine gelungene Veranstaltung und zudem ein wichtiger Beitrag zur Vernetzung im Landkreis Mühldorf.