Rechtmehring feiert seine Retter

von Redaktion

Die Feuerwehr Rechtmehring hat ihr Jubiläum mit einem großen Festwochenende gefeiert. Trotz der Hitze kamen zahlreiche Vereine und Gäste zum Festgottesdienst und zum Festzug. Die Besucher fanden Abkühlung in der Festhalle oder an einem umfunktionierten Hydranten.

Rechtmehring – Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter den Besuchern des Rechtmehringer Feuerwehr-Jubiläums. Trotz der Hitze fanden sie Abkühlung, entweder in der kühlen Festhalle oder beim kühlen Nass des künstlichen Hydranten, dem ein Rasensprenger eingebaut wurde, damit sich Kinder und auch Erwachsene darunter abkühlen konnten.

Höhepunkt des Jubiläums war der Festsonntag. Ab 8 Uhr füllte sich die großzügige Festhalle mit zahlreichen Vertretern der insgesamt knapp 40 Vereine, darunter viele Feuerwehren mit ihren Mitgliedern in den blauen Uniformen.

Beim Festgottesdienst in Freimehring sprach Diakon Andreas Klein davon, dass viele Menschen es für selbstverständlich halten würden, dass die Feuerwehren immer da seien und helfen würden. Dabei solle man die psychische Belastung nicht unterschätzen. Er dankte allen Beteiligten für deren Einsatz und wünschte den Festgästen eine „gemeinschaftsstiftende Feier“.

Die Bäume spendeten Schatten, es war angenehm und es wurden Wasserflaschen verteilt. Diakon Andreas Klein segnete das Fahnenband, das Verena Bauer als Festbraut an die Fahne heften durfte. Musikalisch gestaltete der Ramsauer Rhythmuschor den Gottesdienst, was sehr gut passte. Besonders das Lied „Hey, liaba Gott“ hatte es den Gästen angetan, denn es wurde auf Bayerisch gesungen.

Die Grußworte und Reden wurden kurz gehalten. Vorstand Martin Schmid dankte allen Beteiligten. Schirmherrin Irmgard Daumoser, Landrat Max Heimerl und Kreisbrandrat Julian Liebermann betonten die Wichtigkeit der Freiwilligen Feuerwehr. Landrat Heimerl sicherte zudem zu, dass trotz Spardrucks nicht an der Sicherheit der Bevölkerung und damit an der Feuerwehr gespart werde.

Die drei Züge des Festzuges wurden musikalisch angeführt von der Trachtenblaskapelle Ramsau, der Steinhöringer Blasmusik und der Mehringer Blechblosn. Der Festzug nahm nach der Bayernhymne aufgrund der Hitze seinen fast direkten Weg zurück zur Festhalle. Ab Mittag sorgte die Partyband „D‘Harthauser“ für beste Stimmung.

Gelungener Auftakt und
vielseitiger Samstag

Nach dem Bieranstich am Donnerstag waren am Freitag beim Bier- und Weinfest auch viele Betriebe dabei. „Bast scho“ hieß nicht nur die Band, sondern auch die Aussagen des Festausschusses um Vorstand Martin Schmid. Es hätten vielleicht ein paar mehr Besucher sein können, doch die Stimmung hat trotzdem gut gepasst.

Der Samstag war vielseitig. Besucher erhielten beim „Tag der offenen Backstube“ der naheliegenden Bäckerei Daumoser Einblicke in das Innenleben einer Backstube. Auch in der Festhalle durften vor allem die jüngeren Besucher selbst backen. Über 100 Senioren der Gemeinde nahmen zudem das Angebot der Gemeinde zum Mittagessen offensichtlich gerne wahr. Zudem belebten die Besucher des Flohmarktes vor der Halle das Geschehen. Am Samstagabend begeisterte der Kabarettist Stefan Kröll die Besucher. Mit viel kabarettistischem Gefühl unterhielt er die Gäste mit Erzählungen und Vergleichen der heutigen Zeit mit den 60er- und 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Er erntete viel spontanen Beifall.

Gelebte Partnerschaft und
gemütlicher Ausklang

In den vergangenen Festtagen hat sich auch die befreundete Feuerwehr in Hooksiel (an der Nordsee Küste) gut an die bayerische Art gewöhnt und daran Gefallen gefunden, stellten die Festorganisatoren voller Freude fest. Am heutigen Montag findet das Fest seinen Abschluss mit dem Kesselfleischessen. Die Pfentildrugga werden die Gäste unterhalten. Als Delikatesse gibt es dieses Mal zusätzlich Rehragout.

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