Gars – Hohe Temperaturen und Hochstimmung prägten die Abiturfeier in Gars. 33 Abiturientinnen und 35 Abiturienten des Gymnasiums konnten an diesem Tag ihre Zeugnisse entgegennehmen.
Der Tag begann mit einem Gottesdienst, den sie mit mitreißenden Gesängen gestalteten. Gemeindereferentin Monika Meingaßner gab ihnen drei Ermutigungen mit auf den Weg: „Prüft alles und nehmt an, was gut ist, folgt euren Herzen und vertraut auf Gottes Hilfe, ihr seid niemals allein.“
Eigene
Wege gehen
Die Abiturfeier in der Aula umfasste Festreden, Musikstücke, die Überreichung der Zeugnisse und Ehrungen. Wegen der hohen Temperaturen wurde sie durch eine Rekreationspause in zwei erträgliche Hälften unterteilt.
Die Begrüßung übernahmen Andrea Dreßel, stellvertretende Schulleiterin, und Landrat Max Heimerl. Letzterer gab den jungen Absolventen eine klare Botschaft mit auf den Weg: „Gehen Sie Ihre Wege, machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen. Kommen Sie zurück und stärken Sie mit Ihren erworbenen Kompetenzen den Landkreis, der Ihnen alle Möglichkeiten bietet.“
Anerkennung und
Humor in den Festreden
Für den Förderverein und für den Elternbeirat sprachen Stefan Otter und Sandra Inninger den jungen Leuten ihre Anerkennung aus und würzten ihre Ausführungen mit manch launig-lebenspraktischen Gedanken, zum Beispiel: „Seid nicht wie die anderen, andere gibt’s genug.“
Für die SMV spielte Sophia Hauner auf das „Versuchskaninchen-Abi-Motto“ an und beglückwünschte ihre nun ehemaligen Mitschüler zum erfolgreichen „Experiment“. Julian Zwirgl-maier schließlich hielt eine Rede, die zwischen Reminiszenzen an sein eigenes Abitur in Gars und selbstironischen Reflexionen zu seiner jetzigen Rolle als Schulleiter oszillierte.
Lob und Anerkennung
verbunden
In seiner von Gelächter und Beifall unterbrochenen Rede verband er anspielungsreich Anerkennung und Lob für den Jahrgang und stellte dabei fest, dass ein „bayerisches“ Abitur halt nicht ohne 38 Grad im Schatten hergegeben werde. Zugleich bescheinigte er den Abiturienten: „Ihr habt eine fantastische Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit, aus Liebenswürdigkeit und kritischem Denken, aus Leichtigkeit und Verantwortungsbewusstsein“ gezeigt. „Supersieger“ seien sie alle, nicht etwa wegen einer Eins vor dem Komma oder weil sie das Leben vor allem als Wettbewerb sähen, sondern weil sie Ausdauer, Disziplin, Mut und Beharrlichkeit gezeigt, Herausforderungen angenommen und Rückschläge überwunden hätten.
Jahrgang mit
starkem Zusammenhalt
In einer Abiturrede zu dritt loteten Annika Ott, Lara Wörl und Jonas Ganslmeier zunächst die semantische Tiefe des „Zusammen-haltens“ aus, je nachdem, ob es zusammen oder getrennt geschrieben wird. Sie gaben eine selbstironische Innensicht ihres Jahrgangs als einer „einzigen großen Kuschelgruppe“ und stellten damit ihr in der Feier öfter erwähntes Gemeinschaftsgefühl unter Beweis.
Ausführlich bedankten sie sich schließlich bei ihrer Schule, namentlich beim Schulleiter, den Leistungskursleitern, dem Kollegium, dem Sekretariat und den Hausmeistern, die alle Dankesworte und Präsente erhielten. Das sympathische Schlusswort der Rede: „Wir geh’n jetzt los, doch das Wir bleibt groß.“
Viel gute Laune
und Beifall
Viel gute Laune und Beifall begleiteten das Defilee zur Überreichung der Zeugnisse, das nur noch durch die abschließenden Ehrungen gesteigert wurde. Im Namen von Elternbeirat und Förderverein ehrten Sandra Inninger und Stefan Otter neun Abiturienten, die Notenschnitte von 1,0 bis 1,5 erzielt hatten, und überreichten Geschenkgutscheine. Erstmals verliehen wurde darüber hinaus der Sozialkompetenzpreis „Goldener Fuchs“, benannt nach dem früheren Schulleiter Gunter Fuchs. Der Preis ging an Annika Ott: Ihr bescheinigten die beiden Laudatoren, dass sie die Schulgemeinschaft aktiv mitgestaltet, Mut und Initiative gezeigt sowie Verantwortung gelebt habe.
Bei Speis‘ und Trank
zusammen gesessen
Im Anschluss an die Feierlichkeiten saß man bei Speis und Trank noch gemütlich auf dem „Roten Platz“ und im weiträumigen Neubau des Gymnasiums zusammen.