Nachruf

von Redaktion

Maitenbeth – Mit großer Trauer und Dankbarkeit hat Maitenbeth Abschied genommen von Inge Schwimmer, die im Alter von 81 Jahren friedlich eingeschlafen ist. Musikalisch und gesanglich stimmungsvoll begleitet von Gerti Grill und ihrer Tochter Anna aus Ramsau zelebrierte Pfarrer Pawel Idkowiak den Trauergottesdienst und die anschließende Beerdigung auf dem Maitenbether Kirchenfriedhof. Die Fahnenabordnung der katholischen Frauengruppe gab der Verstorbenen das letzte Geleit.

Inge Schwimmer wurde am 29. Juli 1944 als zweites von drei Kindern der Eheleute Georg und Agathe Hartl auf dem Rankl-Anwesen in Marsmeier geboren. Ihre Kindheit und Jugend waren von den Entbehrungen der Nachkriegszeit geprägt. Früh lernte sie mit Bescheidenheit, Fleiß und Sparsamkeit durchs Leben zu gehen. Diese Eigenschaften begleiteten sie ein Leben lang. Dennoch war sie niemals von Neid oder Missgunst geprägt. Vielmehr war sie dankbar für das, was sie hatte, und stellte die Bedürfnisse anderer oft über ihre eigenen. Nach dem Besuch der Schule in Maitenbeth begann sie ihr Berufsleben bei Siemens in München. Mit ihrem Verdienst unterstützte sie ihre Familie und trug dazu bei, dass sich die Eltern den Traum vom Eigenheim erfüllen konnten. Bereits damals zeigte sich ihr Verantwortungsbewusstsein und ihr starker Familiensinn. Bei einem Tanz in den Mai in Albaching lernte sie ihren späteren Ehemann Anton Schwimmer kennen.

Die beiden heirateten am 18. Oktober 1964 und gingen gemeinsam durch mehr als fünf Jahrzehnte des Lebens. Aus ihrer Ehe gingen vier Kinder hervor, die für Inge stets Mittelpunkt und Lebensinhalt waren. Mit großer Hingabe kümmerte sie sich um ihre Familie, hatte stets ein offenes Ohr für Sorgen und Anliegen und war immer dann zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wurde. Gemeinsam meisterten Anton und Inge die Herausforderungen des Alltags, bauten ihr Zuhause aus und schufen einen Ort, an dem Familie und Zusammenhalt großgeschrieben wurden.

Auch beruflich war Inge immer tätig und unterstützte ihre Familie, ohne dabei ihre Rolle als fürsorgliche Mutter und Ehefrau aus den Augen zu verlieren. Im Laufe ihres Lebens musste sie zahlreiche schmerzliche Abschiede verkraften. Der Tod ihrer Eltern sowie ihrer beiden Schwestern hinterließen tiefe Spuren. Mit großer Selbstverständlichkeit kümmerte sie sich zudem viele Jahre um ihren Cousin Richard Hartl und stand ihm bis zu seinem Tod fürsorglich zur Seite.

Besonders schwer traf sie der plötzliche Tod ihres geliebten Ehemanns Anton im Januar 2015, nur wenige Monate nach der Feier der goldenen Hochzeit. Trotz dieses schweren Verlustes bewahrte sie ihre innere Stärke und meisterte ihren Alltag mit bewundernswerter Kraft.

Große Freude bereiteten ihr ihre elf Enkelkinder und vier Urenkel. Mit ihnen spielte sie gerne Karten- und Brettspiele, nahm Anteil an ihrem Leben und genoss jede gemeinsame Stunde. Wer sie kannte, wusste, wie wichtig ihr ihre Familie war. Sie war eine Frau, die ihr Glück nicht im Mittelpunkt des Geschehens suchte, sondern in den kleinen Momenten des Miteinanders. Auch ihre Nachbarn und Freunde schätzten ihre herzliche und bodenständige Art. Besonders die täglichen Besuche und Gespräche mit ihrer Nachbarin Evi bedeuteten ihr viel. Sie liebte die Gemeinschaft im kleinen Kreis und freute sich über jeden Besuch und jedes gute Gespräch.

In ihrer Freizeit verfolgte sie mit Begeisterung Sportübertragungen, fieberte bei Biathlon, Skispringen und Fußball mit und stellte ihr Wissen gerne bei Kreuzworträtseln und Quizsendungen unter Beweis. Ihre Neugier und ihr Interesse am Leben blieben bis zuletzt erhalten. Eine schwere Tumorerkrankung nahm ihr zunehmend die Kraft.

Trotz aller Hoffnung und medizinischen Bemühungen musste sie schließlich ihren letzten Weg antreten. Im Krankenhaus Ebersberg durfte sie friedlich einschlafen. rl

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