Vogtareuth – Der Haushalt, die Haushaltssatzung sowie der Haushalts- und Finanzplan standen auf der Agenda des Gemeinderates von Vogtareuth in seiner jüngsten Sitzung. Das Wichtigste dabei: Die Gemeinde ist dauerhaft leistungsfähig.
Haushalt ausgeglichen,
Tilgungen möglich
Nach den Ausführungen von Kämmerer Philipp Brück summiert sich der Verwaltungshaushalt der Gemeinde in diesem Jahr auf 8,8 Millionen Euro. Damit liegt er nur geringfügig über dem Wert des Vorjahres von 8,6 Millionen Euro. Dies entspricht Steigerungen im Zeitverlauf wie Personalausgaben, EDV-Zahlungen und Mieten. Dennoch konnte der Haushaltsausgleich dargestellt und die Pflichtzuführung wie Tilgungsleistungen für bestehende Darlehen erwirtschaftet werden. Dabei wurden die Einnahmen vorsichtig geplant: Die Gewerbesteuer wurde ungefähr auf Basis der Ist-Einnahmen des Vorjahres angesetzt (1,15 Millionen Euro nach 900.000 Euro im Vorjahr). Gleiches gilt für die Einkommensteuerbeteiligung: Nach 2,34 Millionen Euro im Vorjahr sind es heuer 2,4 Millionen Euro. Die größte Einzelausgabeposition im Kalenderjahr 2026 stellt erneut die Kreisumlage in Höhe von 2,1 Millionen Euro dar. Der Vermögenshaushalt schließt im neuen Zahlenwerk mit 2,9 Millionen Euro. Er ist im Wesentlichen einer Rücklagenentnahme von einer Million Euro, Einnahmen aus einer Kreditaufnahme von rund 1,25 Millionen Euro und der Zuführung vom Verwaltungshaushalt über rund 448.000 Euro zu verdanken. Die nennenswerten Investitionen der Gemeinde sind der Erwerb von Grundstücken (gut eine Million Euro), der Hochbau (769.000 Euro) und der Tiefbau (361.000 Euro). Beim Hochbau fließen die Gelder in die Ertüchtigung des Einwohnermeldeamtes, den Umbau im Kindergarten Zaisering, die Kalthalle am Bauhof und mehrere Vereins- und Dorfgemeinschaftsnutzungen. Der Tiefbau umfasst im Wesentlichen die Straßenbaumaßnahmen, die Entwässerungseinrichtung und Wasserversorgung. Somit liegt der Gesamthaushalt von Vogtareuth in diesem Jahr bei 11,7 Millionen Euro und damit nur geringfügig über dem des Vorjahres (11,65 Millionen Euro). Der Gemeinderat nahm die Haushaltsausführungen zur Kenntnis und genehmigte diese auch einstimmig.
Anschließend behandelte der Rat den Finanzplan der Jahre 2025 bis 2029, der gesetzlich vorgeschrieben ist. Dabei entwickelt sich der Vermögenshaushalt abhängig von der weiteren Finanzlage der Kommune und den nötigen Investitionen. Auch künftig sei mit keiner signifikanten Konsolidierung des Vermögenshaushaltes zu rechnen, resümierte der Kämmerer. Zumal die Beschaffung weiterer Feuerwehrfahrzeuge für die Feuerwehr Vogtareuth und zusätzliche Kinderbetreuungsplätze nach wie vor einen hohen Kapitalbedarf erforderten – ganz abgesehen von den laufenden Modernisierungen von Straßen, Plätzen und Schulen.
Unvorhergesehenes
im Blick des Kämmerers
Brück wies dabei aber auch auf unvorhergesehene Investitionen hin, die ab 2027 auftreten können. So reduziere sich zwar der Gesamthaushalt von 2026 (11,7 Millionen Euro) um eine gute Million im Jahr 2029 (10,7 Millionen Euro), aber die Schulden blieben nahezu unverändert: Im Jahr 2026 liegen sie bei 5,9 Millionen Euro, im Jahr 2029 bei knapp 5,1 Millionen Euro. Andere Konsolidierungsmaßnahmen seien leider nicht zu erkennen, sodass die Einnahmen aus Verkäufen von Vermögenswerten und Beitragseinnahmen fast die einzigen Ansatzpunkte hierfür seien. Auch hier nahm der Gemeinderat den Plan einstimmig an.