Während die bisherigen Veranstaltungen in Maitenbeth meist mit sommerlicher Hitze zu kämpfen hatten, zeigte sich das Wetter beim diesjährigen Bergfeuer des Maibaumvereins von einer deutlich kühleren Seite. Die rund 500 Besucher ließen sich davon jedoch nicht abschrecken und strömten aus allen Altersgruppen zum Kirchmaier nach Niesberg. Schon kurz nach Beginn waren die meisten Plätze belegt. „Man muss sich eben ein bisschen wärmer anziehen, dann ist das überhaupt kein Problem“, war von mehreren Besuchern zu hören. Für zusätzliche Wärme sorgte die große Bar, die sich im Laufe des Abends großer Beliebtheit erfreute. Auch für die jüngsten Gäste war bestens gesorgt. Auf einer Hüpfburg konnten sich die Kinder nach Herzenslust austoben, während der große Obstgarten ausreichend Platz zum gefahrlosen Spielen bot. Die Erwachsenen genossen derweil die kulinarischen Angebote, faire Preise und vor allem die Geselligkeit. Auf das namensgebende Bergfeuer musste in diesem Jahr allerdings verzichtet werden. „Auch wenn es zuletzt geregnet hat, wird dieses Jahr kein Bergfeuer angezündet werden. Rundherum steht Mais, deshalb haben wir uns aufgrund der Trockenheit einfach nicht getraut“, erklärte der Erste Vorsitzende Daniel Erber. Stattdessen wurden einige Feuerschalen aufgestellt und sorgten zumindest für etwas Feuerstimmung. Das Fest zeigte einmal mehr, wie groß bei den Maitenbethern der Wunsch nach Begegnung, Unterhaltung und gemeinsamer Geselligkeit ist. Gerade vor dem Hintergrund, dass es im Gemeindegebiet kaum noch klassische Gasthäuser gibt, kommt Veranstaltungen wie dieser eine besondere Bedeutung zu. So wurde aus dem traditionellen Bergfeuer kurzerhand eine überaus stimmungsvolle Bergfeier – und die rund 500 Gäste bewiesen eindrucksvoll, dass gute Stimmung nicht unbedingt ein großes Feuer braucht.
Fotos / Text Richterstetter