Bondo – Wie von Geologen befürchtet ist zwei Tage nach dem gewaltigen Bergsturz in Graubünden ein weiterer Murgang mit Geröll und Schlamm zu Tal gestürzt. Rettungskräfte, die in den höheren Bergregionen nach den acht Vermissten von Mittwoch suchten, konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, teilte die Polizei am Freitag mit. Unter den Vermissten waren vier Deutsche aus Baden-Württemberg, wie die Polizei erklärte. Die Hoffnung, sie noch lebend zu finden, sei weitgehend geschwunden.
Die neuen Geröll- und Schlammmassen schoben sich wieder am Dorf Bondo vorbei. Reporter vor Ort beobachteten dies. „Der Berg rutscht wieder! Dächer treiben vorbei!“ meldete eine Reporterin von „Blick“.
Die Suchaktion nach den Vermissten war am Freitag fortgesetzt worden. „Da sucht man jeden begehbaren Winkel ab“, sagte Polizeisprecher Markus Walser. „Doch irgendwann kommt die Zeit, wo man sagt, man hat alles getan.“
Es gebe Gebiete, in denen der Zugang für Rettungskräfte zu gefährlich sei, sagte er – kurz darauf passierte der neue Murgang.