Houston – Verheerende Regenmassen und Überschwemmungen, Tod und Zerstörung: Der Wirbelsturm „Harvey“ hat am Wochenende in Südtexas dramatische Verwüstungen angerichtet. Vor allem Houston hatte am Sonntag ein hochgefährliches Problem: Sintflutartiger Dauerregen führte in vielen Teilen der Millionenstadt zu massiven Überflutungen. Menschen waren in Häusern eingeschlossen, Autos standen bis zu den Dächern im Wasser, eine Frau ertrank beim Verlassen ihres Wagens.
Auch in anderen südlichen Teilen des US-Staates, besonders an der Küste am Golf von Mexiko, spitzte sich die Lage zu. In Rockport etwa, wegen seiner schönen Strände auch als „texanische Riviera“ bekannt, wurden viele Häuser dem Erdboden gleichgemacht. Der Bürgermeister empfahl den im Ort bleibenden Einwohnern, sich Namen und Sozialversicherungsnummer auf den Arm zu schreiben – um im Todesfall leichter identifiziert werden zu können. So ernst wurde die Lage eingeschätzt. Obwohl „Harvey“ sich am Samstag von einem Hurrikan der zweitstärksten Kategorie vier zu einem Tropensturm abgeschwächt hatte, schüttete er Rekordwassermengen über der Region ab. Ein Hochdruckgebiet weiter nördlich verhinderte, dass er weiter ins Inland ziehen konnte.