Quito – Die Besatzung eines chinesischen Schiffes ist in Ecuador wegen des illegalen Fangs seltener Haie rund um die Galápagos-Inseln zu Haftstrafen verurteilt worden. Gegen den Kapitän wurde die Höchststrafe in Höhe von vier Jahren verhängt, drei Besatzungsmitglieder sollen drei Jahre ins Gefängnis. Der Reeder muss 5,9 Millionen Dollar (4,9 Mio. Euro) zahlen. Der Leiter des Nationalparks, Walter Bustos, sprach von einem „historischen Präzedenzfall“.
Die 98 Meter lange „Fu Yuan Yu Leng 999“ war Mitte August gestoppt worden, als sie illegal vor der als Weltnaturerbe eingestuften Inselgruppe kreuzte. An Bord hatte das Schiff 300 Tonnen Fisch, darunter mehr als 6600 Haie. Unter diesen waren auch vom Aussterben bedrohte Arten wie der Hammerhai und der Großäugige Fuchshai. Haiflossen gelten in Asien als besondere Delikatesse. afp