Nobelpreise Verliehen

von Redaktion

Kaum eine andere Auszeichnung erfährt so viel Anerkennung: Seit 1901 werden jährlich die Nobelpreise vergeben. In diesen Tagen werden die Preisträger des Jahres 2017 bekannt gegeben. Den Auftakt machte am Montag der Medizinnobelpreis, der den US-Forschern Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young für ihre Forschung zum Schlaf-Wach-Rhythmus von Lebewesen zugesprochen wurde. Das Karolinska-Institut in Stockholm teilte mit: „Ihre Entdeckungen erklären, wie Pflanzen, Tiere und Menschen ihren biologischen Rhythmus so anpassen, dass er mit dem Tag-Nacht-Rhythmus der Erde übereinstimmt.“ Wer einmal ein Jetlag erlebt hat, weiß, wie wichtig die innere Uhr ist. Wer gegen sie lebt, kann krank werden.

Am Dienstag ging der Physik-Nobelpreis an die drei US-Astrophysiker Rainer Weiss, Barry Barish und Kip Thorne für ihre Forschung zu Gravitationswellen und den ersten direkten Nachweis derselben. Die Ergebnisse der Forscher hätten auch Albert Einstein überrascht: Die von ihm vorhergesagten, winzigen Gravitationswellen können tatsächlich gemessen werden. Preisträger Rainer Weiss wurde 1932 in Berlin geboren und floh als Kind mit seiner Familie vor den Nazis. Bei dem Nachweis von Gravitationswellen geht es mehr. Forscher hoffen auf neue Erkenntnisse zu Sternenexplosionen und zum Urknall. Gravitationswellen werden von allen beschleunigten Körpern produziert. Sie stauchen und strecken den Raum ähnlich wie ein ins Wasser geworfener Stein die Oberfläche kräuselt – nur sind sie in der Regel unfassbar winzig. Sie können nun genutzt werden, um unabhängig von Licht das All zu erforschen. „Es ist die Eröffnung von dem, was einige Gravitationswellen-Astronomie nennen“, sagte Weiss.

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