Doppelmord von Herne

„Keine Hoffnung“

von Redaktion

Jadens Stiefvater berichtet von Rettungsversuch

Bochum – Im Prozess um den Doppelmord von Herne hat der Stiefvater des getöteten Jaden von seinem verzweifelten Versuch berichtet, das Leben des Neunjährigen zu retten. „Ich habe mich hingekniet, Jadens Oberkörper zu mir herangezogen und versucht, ihn zu reanimieren“, sagte der 36-Jährige gestern den Richtern am Bochumer Landgericht. Er habe aber sofort gemerkt, dass es keine Hoffnung mehr gab. Alles sei voller Blut gewesen. Der Stiefvater hatte die Leiche des Jungen als erster entdeckt. Bei seiner Vernehmung vermied es der 36-Jährige, den Angeklagten Marcel H. bei Namen zu nennen.

Jadens Stiefvater hatte schon zu einem früheren Zeitpunkt vernommen werden sollen. Zu diesem Termin war er jedoch nicht erschienen – nach eigener Aussage wegen der psychischen Belastung. Marcel H. hat über seinen Verteidiger eingeräumt, Anfang März zunächst den neunjährigen Jaden und anschließend einen 22-jährigen Schulfreund umgebracht zu haben.

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