Lissabon – Nach dem Flammeninferno im Nordwesten der Iberischen Halbinsel hat sich die Lage spürbar entspannt, auch dank eines Wetterumschwungs mit Regen und kühleren Temperaturen. Sechs der sieben Vermissten wurden lebend gefunden, wie die portugiesische Zivilschutzbehörde mitteilte. Die Situation sei zunehmend unter Kontrolle, sagte Sprecherin Patrícia Gaspar. Das Land sei aber immer noch so ausgetrocknet, dass in der Nähe von Waldgebieten besondere Vorsicht erforderlich sei. Nach jüngsten offiziellen Angaben starben in Portugal mindestens 37 Menschen. In der nordwestspanischen Provinz Galicien verloren vier Menschen ihr Leben. Neben der monatelangen extremen Dürre sind vermutlich Brandstiftungen für viele Flächenbrände verantwortlich. In Galicien gehen die Behörden von 132 Fällen aus. „Das sind keine 132 Brände, das sind 132 Angriffe“, sagte eine Sprecherin der Regionalregierung.