New York – Ein dreieinhalb Meter hoher, mehr als vier Tonnen schwerer Amethystkristall ist jetzt im Naturkundemuseum in New York zu sehen. Der violett funkelnde Geode, wie der Gesteinshohlraum unter Geo-Wissenschaftlern genannt wird, zählt zu den weltweit größten seiner Art und wiegt so viel wie ein ausgewachsener Elefant. Nach Angaben des Museums entstand er im heutigen Urugay in Südamerika, als dort vor etwa 135 Millionen Jahren geschmolzenes Magma aus der Erdkruste floss. Jedes Jahr werden Tausende Amethyst-Geoden im Paraná-Becken abgebaut, das sich über Teile Brasiliens, Paraguays und Urugays erstreckt.
Dank der großen Menge an Magma, die dort vor Millionen Jahren floss, ist diese Gegend besonders reich an Geoden. Im abgekühlten Magma bildeten sich Gas-Blasen, in die wiederum mit chemischen Stoffen versetztes Wasser sickerte. Die Kristalle in den Hohlräumen wuchsen Wissenschaftlern zufolge offenbar recht schnell, doch das tiefe Violett entstand nur sehr langsam über Millionen Jahre.