Cuxhaven – Die Bergung des Frachters „Glory Amsterdam“ vor der Nordseeinsel Langeoog geht voran: Gestern stellten Experten eine Verbindung per Schleppleine zwischen dem Schiff und einem Schlepper her. „Die bisherigen Vorbereitungen laufen zügiger als angenommen“, sagte der Leiter des Havariekommandos, Hans-Werner Monsees.
Es sind jedoch zwei Schlepper notwendig, um das Schiff zu sichern, damit es nicht weiter in Richtung Land getrieben wird. Erst dann kann Ballastwasser von dem Frachter abgepumpt werden, um ihn für die Bergung leichter zu machen. Das Ballastwasser soll das unbeladene Schiff eigentlich stabiler auf See halten. Die Experten hoffen, die auf Grund gelaufene „Glory Amsterdam“ bis zum Wochenende bergen zu können.
Das 225 Meter lange Schiff hatte sich in der Nacht zum Sonntag bei dem schweren Sturm „Herwart“ in der Deutschen Bucht losgerissen und war auf eine Sandbank getrieben. Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff liegt etwa zwei Kilometer vor Langeoog. Die Ruderanlage ist ausgefallen. Umweltschützer sind wegen der 1800 Tonnen Schweröl und 140 Tonnen Marinediesel an Bord beunruhigt. „Die Hülle des Schiffes ist stabil, es sind nirgendwo Löcher oder Risse zu sehen“, sagte der Sprecher des Havariekommandos dazu.