New York – Drei Viertel aller Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren erleben nach UN-Angaben körperliche oder verbale Gewalt durch ihre Erziehungsberechtigten. Das sind rund 300 Millionen Mädchen und Buben weltweit, wie das UN-Kinderhilfswerk Unicef schreibt. Rund die Hälfte aller Kinder im Schulalter (732 Millionen) lebt in einem Land, in dem Prügelstrafen an der Schule nicht vollständig abgeschafft sind.
„Gewalt gegen Kinder verschont niemanden und kennt keine Grenzen“, erklärte der Leiter der Unicef-Kinderschutzabteilung, Cornelius Williams. „Babys werden ins Gesicht geschlagen. Mädchen und Jungen werden zu sexuellen Handlungen gezwungen. Jugendliche werden in ihren Wohnorten ermordet.“ Alle sieben Minuten sterbe ein Jugendlicher zwischen zehn und 19 Jahren gewaltsam. Jugendliche in dem Alter seien vor allem in den Konfliktländern des Nahen Ostens in Gefahr, Opfer von kollektiver Gewalt zu werden. Fast die Hälfte der jungen Opfer von Tötungsdelikten seien in Lateinamerika zu beklagen. Schätzungsweise 15 Millionen Mädchen zwischen 15 und 19 haben bereits sexuelle Gewalt erlitten. In 28 Ländern mit verfügbaren Daten dazu gaben 90 Prozent der Mädchen an, dass sie ihren Peiniger kannten.