Prozess gegen Hussein K.

Polizisten schildern Tat auf Korfu

von Redaktion

Freiburg – Im Freiburger Mordprozess gegen den Flüchtling Hussein K. haben Ermittler aus Griechenland dem Angeklagten eine hohe Gewaltbereitschaft attestiert. Bei einem Angriff auf eine junge Frau auf der Insel Korfu Ende Mai 2013 sei Hussein K. äußert brutal vorgegangen, sagten griechische Polizisten gestern vor dem Landgericht Freiburg. Er habe die Frau an einer Felsküste kopfüber über ein Geländer zehn Meter tief einen Abhang hinunter ins Meer geworfen. Echte Reue oder Anteilnahme habe er nach seiner Festnahme nicht gezeigt. Den Tod der Frau habe er dabei in Kauf genommen. In Griechenland wurde Hussein K. wegen Raubes und versuchten Mordes zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Die Beamten hatten nach der Tat gegen ihn ermittelt.

Den Angriff in Griechenland habe das Opfer, eine 20 Jahre alte Geschichtsstudentin, mit schweren Verletzungen überlebt, berichteten die Ermittler. Zudem benötigte sie psychologische Unterstützung. Hussein K. kam im Oktober 2015 vorzeitig gegen Auflagen frei.

Im Prozess um den Mord an einer Studentin in Freiburg im Oktober 2016 geht es auch um die Frage, wie alt der vor der Jugendkammer stehende Mann ist. Er selbst hatte angegeben, 16 oder 17 Jahre alt zu sein. Zum Prozessauftakt gab er zu, gelogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hält ihn für mindestens 22 Jahre alt. In Griechenland hatte er 2013 laut den Ermittler angegeben, 17 Jahre alt zu sein.

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