Freiburg – Unter den Verdächtigen im Fall des jahrelang missbrauchten Buben aus Freiburg sind laut dem Südwestrundfunk fast nur polizeibekannte Wiederholungstäter. Die Verdächtigen hätten teils langjährige Haftstrafen wegen Verbreitung von Kinderpornografie, sexuellem Missbrauch oder sexueller Ausbeutung von Minderjährigen hinter sich.
Einer der Beschuldigten war wegen wiederholten, schweren Sexualstraftaten 2010 zu elf Jahren Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Das Urteil wurde später auf fünf Jahre und acht Monate verkürzt. Wegen einschlägiger Vorstrafen standen drei der Tatverdächtigen nach ihrer Haft unter „Führungsaufsicht“. Sie durften sich Kindern nicht nähern.
Mitte Januar hatten Ermittler in Baden-Württemberg die Zerschlagung eines Pädophilenrings bekannt gegeben. Zu den Festgenommenen zählen die Mutter des Kindes und ihr vorbestrafter Lebensgefährte. Sie sollen das Kind selbst missbraucht und es verkauft haben. afp