US-Regisseur Steven Spielberg (71) hat schon in seiner Kindheit nach eigenem Bekunden traumatische Erfahrungen mit der Zeitungsbranche machen müssen: Weil er als Zeitungsausträger so schlecht gezielt habe, sei er schnell gefeuert worden, berichtete er in einem Interview der „WamS“. Er habe immer sein Bestes gegeben. „Aber entweder warf ich sie in die Büsche oder in die Sprinkleranlage und ruinierte so die Zeitung, weil sie danach natürlich klitschnass war. Oder ich warf sie aufs Dach.“ Deshalb habe es viele Beschwerden der Abonnenten gegeben. „Das war das frühe Ende meiner Karriere im Journalismus.“ Das Interview gemeinsam mit Schauspieler Tom Hanks gab Spielberg der Zeitung anlässlich der Vorstellung seines neuen Films „Die Verlegerin“. Darin geht es um Katharine Graham, die Verlegerin der „Washington Post“.
Frauenfeindliches Verhalten geht nach Ansicht der französischen Schauspielerin Isabelle Huppert („Elle“) nicht allein von Männern aus. „Ich habe in meinem Leben genauso viele Anfeindungen von Frauen erfahren wie von Männern“, sagte die 64-Jährige den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Bei Frauen sind es die kleinen indirekten Dinge. Unterschwellige Angriffe, Gesten, Verhaltensweisen.“ Sie selbst habe sich vor allem mit der Auswahl ihrer Rollen dagegen gestellt. Die Debatte über die Diskriminierung von Frauen begrüßt die Französin: „Es war Zeit, sich damit zu beschäftigen.“
Der deutschstämmige Medizin-Nobelpreisträger Günter Blobel ist tot. Der 81-jährige US-Forscher starb am Sonntag nach langer Krebskrankheit in New York, wie der Verein Friends of Dresden mitteilte. „Er wird schmerzlich vermisst werden“, erklärte Richard Lifton, Präsident der New Yorker Rockefeller University, an der Blobel rund 50 Jahre wirkte. Der Forscher sei eine Wissenschaftsikone, die einen außerordentlichen Beitrag für die Grundlagen der Zellbiologie und Biochemie geleistet habe. Den Großteil des Preisgeldes für den Nobelpreis, den er 1999 erhielt, stiftete er für den Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden.