Elf Frauen sterben bei absturz von Privatmaschine

Tod nach dem Junggesellinnenabschied

von Redaktion

Teheran/Istanbul – Tragisches Ende eines fröhlichen Junggesellinnenabschieds: Auf dem Rückflug von ihrer Feier in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die Tochter eines bekannten türkischen Geschäftsmanns mit sieben ihrer Freundinnen tödlich verunglückt. Die Privatmaschine ihres Vaters zerschellte am Sonntag im Sagros-Gebirge im Südwesten Irans, wie iranische Behörden mitteilten. Auch die drei weiblichen Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Kurz vor dem Absturz hatte die Pilotin ein „technischen Problem“ gemeldet.

Mina Basaran und ihre Freundinnen waren türkischen Medienberichten zufolge auf dem Rückweg von ihrer Feier im Emirat Schardscha nach Istanbul, als die Maschine gegen 18.09 Uhr im Sagros-Gebirge rund 400 Kilometer südlich von Teheran abstürzte.

Kurz vorher habe die Pilotin gebeten, wegen eines „technischen Problems“ auf niedrigere Flughöhe zu gehen, teilte die iranische Zivilluftfahrtbehörde am Montag mit. Bei 9750 Metern Höhe und mit deutlich geringerer Geschwindigkeit als zuvor sei sie dann von den Radarschirmen verschwunden. Die Rettungskräfte stellten laut Irna die Flugschreiber sicher, die nun den türkischen Behörden übergeben werden sollen.

Sechs der acht Passagiere waren nach Angaben der iranischen Behörden Türkinnen, zwei waren Spanierinnen. Den türkischen Medien zufolge war das Flugzeug im Besitz der Istanbuler Basaran Holding Company, die im Energie-, Bau- und Tourismussektor tätig ist. Firmenchef ist Hüseyin Basaran, der Vater von Mina Basaran. Er hatte einen riesigen Wohnkomplex in Istanbul nach seiner Tochter benannt, die Mina Towers.

Die 28-Jährige wollte nach Informationen der türkischen Medien am 14. April ihren Verlobten Murat heiraten. Die Feier sollte in einem ehemaligen osmanischen Palast am Bosporus stattfinden, in dem heute ein Luxushotel untergebracht ist. Mina Basaran und ihre Freundinnen hatten mehrere Tage in den Vereinigten Arabischen Emiraten Junggesellinnenabschied gefeiert.

Drei der beteiligten Freundinnen wollten laut den Berichten ebenfalls in diesem Sommer heiraten. Mindestens eines der Opfer war zudem schwanger. Wie Mina Basaran waren auch mehrere ihrer Freundinnen in der Modebranche erfolgreich. Fotos aus den sozialen Netzwerken zeigten die jungen Frauen in einem Luxusresort sowie in der Maschine mit den Pilotinnen.

Den Rettern gelang es, die Leichen aller elf Insassen zu bergen. Zwei Leichen waren jedoch so verbrannt, dass sie zunächst nicht identifiziert werden konnten. Mittlerweile trafen erste Angehörige der Opfer in Begleitung eines türkischen Diplomaten ein.  afp

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