Drei bis vier Menschen sterben jährlich an Hundebissen oder nach Hundestößen

von Redaktion

Jährlich sterben in Deutschland im Schnitt drei bis vier Menschen an Hundebissen oder nach Hundestößen. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zählte von 1998 bis 2015 zwar insgesamt 64 Todesopfer. Hundebisse werden bundesweit aber nicht statistisch erfasst.

Tödliche Hundeangriffe sind auch aus Sicht einer Forscherin der Tierärztlichen Hochschule Hannover sehr selten. „Man kann das an einer Hand abzählen“, sagte Veterinärin Dunia Thiesen-Moussa, die auf Verhaltenstherapie spezialisiert ist. In der Regel zeigten sich Hunde aber aggressiv, wenn sie mit viel Druck und Gewalt erzogen worden seien, sagte die Wissenschaftlerin. „Ein Staffordshire-Terrier ist nicht gefährlicher als ein Labrador“, betont die Tierärztin.

Eine deutschlandweite Regelung zur Haltung von Kampfhunden gibt es nicht. Als besonders gefährlich eingestuft werden Rassen wie Pitbull Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier oder American Staffordshire Terrier. Für sie gilt auch ein bundesweites Importverbot.

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