Das Leben schreibt die besten Geschichten: Das gilt auch für den 74-jährigen Jacques Cassandri, mehrfach verurteilter Drogenboss und Zuhälter aus der südfranzösischen Hafenstadt Marseille. Weil er sich in einem Buch als „Hirn“ des sogenannten Jahrhundertbruchs von Nizza von 1976 bezeichnete, stand Cassandri nun vor Gericht. Das Strafgericht von Marseille verurteilte ihn zu 30 Monaten Haft und 200 000 Euro Strafe. Zwar konnte ihm die Justiz nicht die Geldwäsche der damaligen Beute von 46 Millionen Franc (heute rund 27 Millionen Euro) nachweisen; dafür wurde das Oberhaupt des Cassandri-Clans mit Verbindungen nach Korsika aber unter anderem wegen zwielichtiger Immobiliengeschäfte verurteilt. Der „Jahrhundertbruch“ von Nizza war bereits Thema mehrerer Filme und Bücher, bevor Cassandri unter dem Pseudonym „D’Amigo“ darüber schrieb. Die Kriminellen gruben von der Kanalisation aus einen Tunnel zu einer Bank und entkamen mit der bis dahin höchsten Beute bei einem französischen Bankraub.
Der britische Prinz Philip (96) – Ehemann der Queen – hat gestern ein künstliches Hüftgelenk bekommen. Der Eingriff sei erfolgreich verlaufen, teilte der Buckingham-Palast am Abend in London mit. „Er fühlt sich wohl und hat gute Laune.“ Der Herzog von Edinburgh machte demnach in den ersten Stunden nach der Operation zufriedenstellende Fortschritte. Er müsse wahrscheinlich mehrere Tage in der Klinik bleiben. Der Eingriff wurde im Londoner Krankenhaus King Edward VII. vorgenommen. Der Ehemann von Königin Elizabeth II. (91) soll bereits seit einem Monat unter Schmerzen gelitten haben.
Als „Wonder Woman“ wurde die amerikanische TV-Schauspielerin Lynda Carter in den 70er-Jahren bekannt. Die Gesten der Amazonenkriegerin – die Arme in die Seiten gestemmt oder die Hände zu Fäusten geballt – machten sie bekannt. Jetzt wurde die 66-Jährige auf dem „Walk of Fame“ im Herzen von Hollywood mit einer Sternenplakette geehrt. Dies sei für sie eine der wichtigsten Auszeichnungen in ihrer über 50-jährigen Karriere, sagte Carter.