Hannover – Der schwere Ring an seiner rechten Hand deutete zuerst darauf hin: Altkanzler Gerhard Schröder (74) hat zum fünften Mal geheiratet – und mit der Geschwindigkeit seiner Eheschließung selbst Vertraute aus seinem engen Umfeld überrascht. Bei der Amtseinführung seines Freundes, des russischen Präsidenten Wladimir Putin, blitzte der Ring am Montag im Kreml auffällig an der Stelle, wo Schröders Hand vorher monatelang nackt gewesen war.
Einen Tag später wurde dann aus dem Umfeld des Politikers bestätigt: Er hat es wieder getan – und zwar deutlich früher als angekündigt, auch wenn das in Schröders hannoverschem Büro zunächst niemand kommentieren will. Wo der Altkanzler seine gut 25 Jahre jüngere südkoreanische Freundin So Yeon Kim heiratete, sickerte nicht durch.
Doch Gerhard Schröder liebt es, für Überraschung zu sorgen – und er gehörte bisher stets zu den Menschen, die ihrem Beziehungsleben schnell wieder einen offiziellen Rahmen verliehen. 1997 dauerte es weniger als einen Monat, bis er nach der Scheidung von seiner dritten Frau Hiltrud die damalige Journalistin Doris Köpf heiratete. Seine vierte Ehe hat fast 20 Jahre gehalten, seit April ist Schröder offiziell geschieden. Groß gefeiert werden soll die Hochzeit im Oktober in Berlin im Hotel „Adlon“, wie die „Neue Presse“ in Hannover erfahren haben will. Im Fünf-Sterne-Haus in Sichtweite des Brandenburger Tors ist man gestern eher überrascht über diese Information. „Wir äußern uns nicht zu unseren Gästen“, sagt Sprecherin Sabina Held.