Top-Erziehungsziel Ehrlichkeit

von Redaktion

Hamburg – Bei der Erziehung ihrer Kinder ist den Deutschen laut einer Umfrage Ehrlichkeit am wichtigsten. Nahezu drei Viertel (74 Prozent) von ihnen nennen das moralische Prinzip an erster Stelle, wie aus einer gestern in Hamburg veröffentlichten Studie des Ipsos Instituts zusammen mit Zukunftsforscher Horst Opaschowski hervorgeht. Auf den Plätzen zwei und drei folgen demnach Respekt (62) und Verlässlichkeit (61), erst dann liberale Werte wie Hilfsbereitschaft (60) und Höflichkeit (59), die vor allem für das soziale Miteinander wichtig sind. Hoch im Kurs stehen ferner weitere konservative Werte wie Anstand“ (58), Disziplin (53), Fleiß (52) und Pflichtbewusstsein (51).

Allerdings stimme die Vorstellung der jungen Generation von 14 bis 24 Jahren nicht in allen Punkten mit der der älteren überein, so die Forscher. Hier würden als Top-Ziel bei der Erziehung „Selbstständigkeit“ (64 Prozent), „Ehrlichkeit“ (63), „Durchsetzungsvermögen“ (61), „Freundlichkeit“ (58) und „Selbstvertrauen“ genannt. Für die Studie wurden den Angaben zufolge 1000 Deutsch sprechende Personen ab 14 Jahren befragt.

Laut Opaschowski wird es in naher Zukunft in Deutschland einen Wertewandel durch Zuwanderer geben. „Von der Migration der Menschen zur Migration der Werte ist es nicht mehr weit.“ Dabei würden vor allem Nachbarschaftshilfe, familiärer Zusammenhalt, Respekt vor dem Alter und Verantwortung gegenüber nachkommenden Generationen einen höheren Stellenwert erhalten als heute.

Abnehmen werden nach Angaben des Zukunftsforschers dagegen die materialistischen und individualistischen Wertorientierungen. Auch verlören dann konsumorientiertes Anspruchsverhalten, das Streben nach Selbstverwirklichung und das Recht auf persönliches Glück ihre Dominanz.

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