Peking – Eier sind offenbar gesünder als angenommen: Das hat eine Studie eines britisch-chinesischen Forscherteams ergeben, das Daten von einer halben Million Chinesen über neun Jahre hinweg untersucht hat. Der „gemäßigte Konsum von Eiern“ sei demnach mit weniger Herzerkrankungen verbunden gewesen, heißt es in der Studie, die in der Fachzeitschrift „Heart“ veröffentlicht wurde.
Dabei warnten Mediziner lange, Eier würden den Cholesterinspiegel in die Höhe treiben. Davon sind Experten zwar bereits abgerückt – zumal Eier auch wichtige Proteine und Vitamine enthalten. Bei der aktuellen Studie habe sich nun sogar gezeigt, dass ein Ei pro Tag mit einem „niedrigeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ verbunden war.
Wissenschaftler, die nicht an der Studie beteiligt waren, kritisierten die Darstellung als verkürzt. Die Untersuchung erlaube keine Schlussfolgerungen zu Ursache und Wirkung. Sie verwiesen darauf, dass auch weitere Faktoren wie der gestiegene Wohlstand in China oder sportliche Aktivitäten zu einer besseren Herzgesundheit der Menschen beitragen. afp