Chiang Rai – Die aus einer Höhle im Norden Thailands geretteten jungen Fußballspieler und ihr Trainer haben die lange Zeit unter der Erde nach Aussage ihrer Ärzte gut überstanden. Sie müssen allerdings zur weiteren Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Die letzten von ihnen waren am Dienstagabend wohlbehalten aus der Tropfsteinhöhle befreit worden. Laut einem Zeitungsbericht hätte die Aktion auch schiefgehen können: Kurz nach der Rettung habe die Haupt-Wasserpumpe versagt.
Amtsarzt Thongchai Lertvilairattanapong lobte bei einer Pressekonferenz in Chiang Rai am Mittwoch den „sehr guten mentalen Zustand“ der Jungs und ihres Trainers. Ein an der Rettungsaktion beteiligte Taucher sagte, die Buben seien betäubt und auf Tragen aus der Höhle gebracht worden. „Einige von ihnen haben geschlafen, einige von ihnen haben mit ihren Fingern gewackelt.“ Die ganze Gruppe würde bis zu eine Woche im Krankenhaus bleiben. Deshalb können die Nachwuchsfußballer auch nicht zum WM-Finale am Sonntag in Moskau reisen, zu dem sie Fifa-Präsident Gianni Infantino eingeladen hatte. Die Ärzte versicherten aber, dass sie das Spiel im Fernsehen sehen könnten. Dafür wurden die Buben nun auch von der spanischen Fußballliga eingeladen.
Einer der Spieler, die am Sonntag im Luschniki-Stadion um den Weltpokal kämpfen werden, übermittelte bereits Grüße von Russland nach Thailand: Mittelfeld-Star Paul Pogba twitterte, dass er den 1:0-Halbfinalsieg gegen Belgien den geretteten Jugendlichen widme: „Dieser Sieg geht an die Helden des Tages, gut gemacht Jungs, ihr seid so stark.“ Die spektakuläre Rettung könnte bald auch im Kino laufen. Solch ein Film könne Millionen Menschen weltweit inspirieren, sagte Michael Scott, Geschäftsführer der US-Produktionsfirma Pure Flix Entertainment.