Washington – Stellt man seine Ernährung auf Low Carb um, nimmt man oft das falsche Essen zu sich, riskiert seine Gesundheit und die Lebenserwartung kann um bis zu vier Jahre sinken. Das ergab eine Studie, die in der Fachzeitschrift „The Lancet Public Health“ veröffentlicht wurde und aus der „Focus Online“ zitiert.
Demnach werden bei der Low-Carb-Diät Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln weggelassen, sodass der Körper Energie aus Eiweiß sowie Fetten gewinnt und am Ende an seine Reserven geht.
Prof. Sara Seidelmann und Kollegen des Brigham und Women’s Hospital in Boston untersuchten nun über 25 Jahre 15 000 Erwachsene zwischen 45 bis 64 Jahren. Das Ergebnis: Nicht nur eine zu hohe, sondern auch eine zu niedrige Kohlenhydrat-Zufuhr ist mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden. Bei einem Anteil von 50 Prozent Kohlenhydraten habe man das niedrigste Sterberisiko, so die Wissenschaftler.
Allerdings muss hier noch zwischen fleischhaltiger und vegetarischer Kost unterschieden werden: Denn Vegetarier haben trotz kohlenhydratarmer Ernährung ein um 18 Prozent niedrigeres Sterberisiko. Die Gründe sind unklar. mm