Nach Kopfschuss: Festnahme

von Redaktion

Calgary – Nach dem Schuss auf einen deutschen Touristen in Kanada Anfang August hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Ein 16-jähriger Angehöriger des Stoney-Nakoda-Volkes wurde wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes einem Richter vorgeführt, wie die Polizei mitteilte.

Der Vorfall hatte sich 60 Kilometer westlich von Calgary auf einem Highway ereignet. Der 60-jährige Deutsche fuhr mit seinem Wagen in Richtung Banff-Nationalpark in der Provinz Alberta, als er von einer Kugel in den Kopf getroffen wurde. Er verlor die Kontrolle über das Auto und fuhr gegen einen Baum. Dabei wurden seine Frau und zwei weitere Insassen leicht verletzt.

Ermittler fanden laut Peters mittlerweile die mutmaßliche Tatwaffe und ein Fahrzeug, das bei der Tat verwendet worden sein soll. Die Polizei geht davon aus, dass sich das Opfer und der mutmaßliche Täter nicht kannten. Vielmehr dürfte der Schütze den Fahrer mit jemandem verwechselt haben.

Die Ärzte in Kanda hatten die Kugel nicht aus dem Kopf des Touristen entfernt, um keine weiteren Schäden zu verursachen. Der Mann wurde nach Deutschland ausgeflogen, wo die Kugel inzwischen herausoperiert wurde. Der Mann hat nach Angaben eines deutschen Konsulatsmitarbeiters schwere und dauerhafte Gehirnverletzungen erlitten, die zu einer halbseitigen Lähmung und Sprachverlust führten.

Artikel 7 von 9