IN KÜRZE

von Redaktion

Die Rocksängerin Tina Turner (78) ruft zum Organspenden auf. Niemand werde diese Welt lebend verlassen, heißt es in ihrer neuen Autobiografie „My Love Story“. „Ungeachtet unserer Erwartungen für die Zeit danach oder den Bereich, in den wir einzutreten hoffen, steht fest, dass wir unsere Organe nicht mehr brauchen werden. Ein anderer Mensch hingegen schon“, schreibt Turner, die im Buch unter anderem enthüllt, dass sie nur noch lebt, weil ihr 16 Jahre jüngerer Ehemann ihr 2017 eine Niere gespendet habe. Die Autobiografie entstand auch in Zusammenarbeit mit Dominik Wichmann, Mitverfasser des Buchs „Zwischen zwei Leben“ von Guido Westerwelle.

Die 93-jährige Tova Ringer ist in Israel zur Siegerin des Schönheitswettbewerbs „Miss Holocaust Survivor“ gekürt worden. Die aus Polen stammende Frau sei in der Hafenstadt Haifa gekrönt worden, sagte eine Sprecherin der Organisation Yad Ezer Lachaver. Ringer habe ihre Eltern im Konzentrationslager Auschwitz verloren. Sie selbst sei bis Kriegsende in einem Arbeitslager gewesen. Die Siegerin der ungewöhnlichen Miss-Wahl wünscht sich mehr Respekt für Überlebende wie sie selbst. „Viele Menschen verstehen nicht, wie furchtbar die Dinge waren“, sagt sie. „Es gibt Leute, die glauben, Holocaust-Überlebende seien nicht normal und dass sie bei dem übertreiben, was ihnen damals widerfahren ist.“ Der Wettbewerb sei ein „Würdigungsabend für weibliche Holocaust-Überlebende“, erklärte Sprecherin Tami Sinar zu der Veranstaltung. Derzeit wohnen in Israel nach Angaben des Finanzministeriums noch 220 000 Holocaust-Überlebende.

Deutschlands wohl ältester Mann hat am Montag seinen 113. Geburtstag gefeiert. Gustav Gerneth sei gesund und geistig fit, sagte der Bürgermeister von Havelberg, Bernd Poloski. In der Stadt im Norden Sachsen-Anhalts lebt der Jubilar nach wie vor in seiner eigenen Wohnung. Er werde von seinen Enkeln und Urenkeln umsorgt, sagte Poloski, der Gerneth gratulierte. Bei ihrer Unterhaltung sei es auch über das Spiel der Nationalmannschaft gegen die Niederlande gegangen. „Zum Abschied hat er gesagt, wir sehen uns zu meinem Geburtstag im nächsten Jahr wieder“, berichtete Poloski. Gerneth ist gelernter Maschinist.

Artikel 2 von 8