Berlin – Eine Mehrheit der Deutschen ist für ein Ende der Zeitumstellung. In einer Forsa-Umfrage für die Krankenkasse DAK sprachen sich 80 Prozent dafür aus, den Wechsel zwischen Normal- und Sommerzeit abzuschaffen. Das sei ein neuer Höchststand. Mehr als jeder Vierte berichtet demnach von gesundheitlichen Problemen nach der Zeitumstellung. Am kommenden Sonntag werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt.
Die EU-Kommission will die Zeitumstellung in Europa 2019 abschaffen, sofern die Regierungen der Mitgliedstaaten und das Europaparlament dem zustimmen. Dabei würde es jedem EU-Land überlassen bleiben, ob dort dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gilt. Einen Flickenteppich will Brüssel allerdings vermeiden.
Der DAK-Umfrage zufolge will etwa jeder Zweite (48 Prozent) die dauerhafte Sommerzeit. Als Hauptgrund geben 88 Prozent an, dass es dann abends länger hell ist. 54 Prozent fühlen sich während der Sommerzeit fitter, und mehr als jeder Dritte (37 Prozent) glaubt, die Sommerzeit sei gesünder. Zwei Drittel der Befragten finden es zudem wichtig, dass sich die EU auf eine einheitliche Zeit einigt. Nur 17 Prozent halten die Zeitumstellung noch für sinnvoll – 2017 waren es laut DAK noch 25 Prozent. Forsa befragte 3500 Menschen.
28 Prozent klagen hingegen über gesundheitliche Probleme durch die Zeitumstellung. Mehr als drei Viertel (79 Prozent) fühlen sich müde oder schlapp. 62 Prozent hatten Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. 39 Prozent konnten sich schlechter konzentrieren, 28 Prozent waren gereizt. Vor allem Menschen im Alter von 45 bis 59 Jahren und Frauen leiden darunter.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um drei Uhr früh wieder um eine Stunde zurückgestellt – auf die normale mitteleuropäische Zeit (MEZ). Die Nacht ist damit eine Stunde länger. Die Zeitumstellung gibt es in Deutschland seit 1980. Das Vorstellen der Uhr im Frühjahr sollte zum Energiesparen beitragen.