Mammutprozess um misshandelte Flüchtlinge

von Redaktion

Siegen – Die Bilder lösten bundesweit Entsetzen aus: Auf den vor gut vier Jahren aufgetauchten Handyaufnahmen war die entwürdigende Behandlung von Flüchtlingen in einem Notaufnahmeheim im nordrhein-westfälischen Burbach zu sehen. Wachleute sollen ihre Schutzbefohlenen auf eine mit Erbrochenem verschmutzte Matratze gezwungen und mit dem Fuß im Nacken ihrer Opfer posiert haben. Seit gestern wird der Fall Burbach in Siegen juristisch aufgerollt. Oberstaatsanwalt Christian Kuhli warf den insgesamt 29 Angeklagten – unter anderem Mitarbeiter der Unterkunftsleitung, der Sozialbetreuung und des Wachdiensts – eine Vielzahl von Straftaten vor, die sie in wechselnder Beteiligung begangen haben sollen. Dazu zählen Freiheitsberaubung, Nötigung, Diebstahl und Körperverletzung. Weil das Gerichtsgebäude nicht über einen ausreichend großen Verhandlungssaal verfügt, findet das Verfahren in der Siegerlandhalle statt.

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