Hölle in Paradise

von Redaktion

Mindestens 25 Tote nach Flammeninferno – Anwesen von Thomas Gottschalk abgebrannt

Los Angeles – Während die zerstörerischen Brände in Kalifornien weiter lodern, wird bereits das Ausmaß der Katastrophe deutlich: In Paradise im Norden des Staates gelang vielen Menschen die Flucht aus dem Feuer nicht. Mindestens 23 Menschen starben im sogenannten „Camp“-Feuer in der ländlichen Region, wie die Feuerwehr in Butte County in der Nacht zum Sonntag mitteilte. Weitere Opfer werden in den ausgebrannten Häuserruinen befürchtet, Dutzende Menschen werden noch vermisst.

Auch 800 Kilometer südlich von Paradise, in dem von Flammen heimgesuchten Küstenort Malibu, gab es Tote. Zwei stark verbrannte Leichen seien in einem Fahrzeug in einer Auffahrt zu einem Haus gefunden worden, sagte Polizeichef John Benedict vom Bezirk Los Angeles am Samstagabend. In dem Horrorszenario im Norden und im Süden des „Goldenen Staates“ sind zehntausende Menschen auf der Flucht vor den Flammen. Doch gab es auch einen Lichtblick: Bei abflauenden Winden ist es den Löschteams gelungen, die massiven Brände wenigstens ansatzweise einzuzingeln. Mehr als 4000 Feuerwehrleute waren allein im Raum um Paradise im Einsatz. Dort konnten sie die Flammen in der Nacht zum Sonntag zu 20 Prozent eindämmen.

Doch die Gefahr ist bei Weitem nicht gebannt. Mehr als 6450 Wohnhäuser sind den Flammen seit Donnerstag zum Opfer gefallen, rund 15 000 Gebäude sind weiterhin bedroht. Damit zählt die Feuerkatastrophe in Paradise zu den schlimmsten Flächenbränden in der Geschichte des Westküstenstaates.

Das Ausmaß der Zerstörung sei kaum zu beschreiben, sagte die Bürgermeisterin der kleinen Gemeinde. Auch ihr Haus sei abgebrannt, ebenso hätten alle Mitglieder des Stadtrats ihre Häuser verloren, teilte Jody Jones mit. Ihnen stehe „harte Arbeit“ bevor, den Ort wieder aufzubauen. Das Feuer hat Kirchen, Geschäfte, Schulen und Restaurants dem Erdboden gleichgemacht. „Doch viele Bäume sind unversehrt“, sagte Jones, fast ungläubig, angesichts der massiven Verwüstung. „Wir wollen, dass Paradise wieder zum Paradies wird.“

Malibu und Nachbarorte am Nordrand von Los Angeles sind komplett evakuiert worden. Viele Prominente haben an der Küste und in dem angrenzenden Hügelland teure Villen. Er und seine Frau seien an einem Strand in Sicherheit gebracht worden, sagte der 78-jährige „Apocalypse Now“-Star Martin Sheen. Lady Gaga sprach den Feuerwehrleuten, Polizisten und Helfern ein großes Dankeschön aus. „Ihr seid wahre Helden“, schrieb sie auf Twitter.

Zu den Betroffenen der verheerenden Waldbrände in Kalifornien gehören auch Entertainer Thomas Gottschalk (68) und seine Frau Thea. Seine Villa in Malibu sei abgebrannt, sagte Gottschalk. Er habe in Deutschland gerade eine Benefiz-Gala für Kinder moderiert, als er es erfahren habe, sagte Gottschalk. Seine Frau sitze nun in einem Hotelzimmer „und hat mir gesagt, ich soll mich jetzt um meinen Job kümmern“.

Gottschalk ist seit vielen Jahren in Kalifornien ansässig. Seine Nachbarin ist US-Popstar Miley Cyrus.

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